Archive for April, 2007

Milliardendeal: Wieviel lässt Springer für Zanox springen?

Donnerstag, April 19th, 2007

Googles DoubleClick-Deal hat die Spekulationen um die Berliner Zanox AG wieder angefacht. Im Dezember sah sich das profitabel arbeitende Unternehmen bei einem für 2007 geplanten Börsengang mit 350 bis 450 Mio. Euro gut bewertet. Bei einem Umsatz von 100 Mio. Euro.Doch seit längerem munkelt man, dass auch der Springer-Konzern großes Interesse an Zanox hat. Wie kostspielig wird eine eventuelle Übernahme nach dem Google-Deal für Springer? DoubleClick war Google bei einem geschätzten Jahresumsatz von 300 Mio. Dollar immerhin 3,1 Mrd. Dollar wert.

Wäre Springer, das ja “viel überschüssiges Geld hat”, bereit, eine Milliarde Euro für ein Online-Unternehmen wie Zanox hinzublättern?

Obwohl beide in der Werbevermarktung, sind Zanox und DoubleClick im Grunde nicht wirklich vergleichbar. Was Investoren in der Hitze des Gefechts aber selten stört.

Zanox sieht sich als “Marktführer für erfolgsbasierten Multichannel-Commerce und bietet eine globale Lösung für die effiziente Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Internet.”

Google kauft für Rekordpreis DoubleClick

Samstag, April 14th, 2007

Google baut seine Vormachtstellung in der Internet-Werbung aus: Der Suchmaschinenbetreiber übernimmt für 3,1 Mrd. $ in bar die New Yorker Online-Werbefirma DoubleClick. Damit zahlte Google einen Rekordpreis - und stach Konkurrenten Microsoft aus.

Microsoft wollte DoubleClick ebenfalls haben, um stärker in das Online-Anzeigengeschäft einzusteigen. Anfangs hatten auch die Google- Konkurrenten AOL und Yahoo! Interesse an DoubleClick gezeigt.

Die am Freitag nach Börsenschluss bekanntgegebene Akquisition ist mit Abstand die teuerste für Google. Sie übertrifft den Kaufpreis für die Video-Internetsite YouTube vom vergangenen Jahr von 1,65 Mrd. $ um fast das Doppelte. Google sitzt auf riesigen liquiden Mitteln von mehr als elf Milliarden Dollar.

Google stößt mit dem Kauf in einen für ihn neuen Bereich der Internet-Werbung vor. DoubleClick mit Sitz in New York ist auf gezielte Display-Anzeigen im Bild-, Wort- und Videoformat spezialisiert, die das Unternehmen für seine Kunden auf Webseiten platziert, wenn ein Online-Nutzer sie anklickt.

DoubleClick arbeitet dabei sehr eng mit Web-Verlegern, werbenden Unternehmen und Werbeagenturen zusammen. Die Gesellschaft hat mehr als 1500 Kunden. Sie verfügt über komplizierte Software und Technologie, die nicht nur die Anzeigenplatzierung, sondern auch die Kontrolle ihrer Wirksamkeit ermöglicht. DoubleClick-Verkäufer sind die Investmentfirmen Hellman & Friedman und JMI Equity sowie Manager des Unternehmens. Sie hatten DoubleClick erst 2005 für nur 1,1 Mrd. $ gekauft. DoubleClick hatte zwischenzeitlich bereits einige Geschäftsbereiche veräußert, so dass die Finanzinvestoren innerhalb kurzer Zeit mehr als drei Mal soviel Geld bei DoubleClick herausholten als sie gezahlt hatten.

Google verbucht bisher immer noch den Löwenanteil seiner Einkünfte mit der Platzierung von Anzeigen zur Internet-Suche. Der DoubleClick-Kauf bringt Google jetzt auch in großem Stil in das Display-Anzeigengeschäft, in dem bisher Yahoo! eine führende Rolle spielt. Die DoubleClick-Technologie werde von führenden Werbeauftraggebern, Verlegern und Agenturen verwendet, betonte Google-Konzernchef Eric Schmidt. Er rechnet durch den Zusammenschluss beider Firmen mit einer beschleunigten Akzeptanz der Google-Display- Werbung.

Die Transaktion wurde von den Unternehmen gebilligt, doch steht noch die Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden aus. Sie dürften die Transaktion ganz genau unter die Lupe nehmen, da Google seine dominierende Position bei Internet-Suchanzeigen durch den DoubleClick-Kauf auch auf den Display-Anzeigenmarkt auszudehnen versucht. Der Kauf soll bis Jahresende vollzogen werden.

Der Markt für Onlinewerbung hat ein Volumen von fast 29 Mrd. $. Er war im vergangenen Jahr um 36 Prozent gewachsen. Auf Internet-Suchanzeigen entfallen 43 Prozent und auf Display-Ads rund 34 Prozent des globalen Marktes für Online-Werbung, berichtete die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg am Samstag.

Die DoubleClick Inc. hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 300 Mio. Dollar und verdiente 50 Mio. $ vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern, berichtete die “New York Times” am Samstag in ihrer Onlineausgabe.

Citzentube

Freitag, April 6th, 2007

Youtube nimmt mit CitizenTube Anleihen beim BBC Action Network - gut so!

Google TiSP

Mittwoch, April 4th, 2007

Wird Google jetzt auch ein ISP… ?

www.google.com/tisp

Nette Idee, jedoch ist der 1.April noch relativ nahe ;)

Google wirbt nun auch im Fernsehen

Mittwoch, April 4th, 2007

Zusammen mit dem Satelliten-TV-Betreiber Echostar werde Google laut FTD einen ersten US-weiten Test starten, kündigte das Unternehmen am Dienstag in Mountain View, Kalifornien, an. Echostar betreibt das “Dish”-Netzwerk, auf dem rund 120 TV-Sender von insgesamt 13,1 Millionen amerikanischen Zuschauern empfangen werden können.

Google war zuvor bereits in andere Werbesegmente vorgedrungen. Mit dem neuen Geschäftsmodell will der Konzern seine finanzielle Abhängigkeit vom Erfolg der Internet-Anzeigen verringern.

Das neue “TV Ads”-Angebot baut auf dem Online-Werbesystem Adsense auf, mit dem Google im Internetmarkt einen Großteil seiner Milliardenerlöse erzielt. “Wir können jetzt auch einen effizienten digitalen Workflow für die TV-Werbung anbieten”, sagte Michael Steip, Sales Director Television Advertising bei Google. Werbetreibende könnten den Erfolg ihrer Kampagnen quasi in Echtzeit verfolgen und blitzschnell auf den Erfolg oder Misserfolg der TV-Spots reagieren.

Die Werbe-Clips sollen im Schnitt 30 Sekunden lang sein und je nach der Anzahl der Zuschauer bepreist werden. Über die Settop-Boxen der Fernsehzuschauer wird anonymisiert registriert, wie viele Menschen die TV-Spots anschauen oder bei Werbeeinblendungen auf einen anderen Kanal umschalten. Die beiden Partner wollen sich die Einnahmen teilen.

In den USA wurden nach Angaben von Merrill Lynch im vergangenen Jahr 46,7 Mrd. $ für TV-Werbung ausgegeben; Werbung im Internet ist zwar rasant auf dem Vormarsch, kam aber noch lediglich auf Ausgaben von 15,2 Mrd. $.

Der Einstieg in den TV-Werbemarkt hat nach Schätzungen von Experten ein Gesamtvolumen von rund 50 Mrd. $. Zuvor hatte Google bereits eine Vertriebsmannschaft für Radio-Werbespots aufgebaut. Außerdem vermarktet Google Print-Werbung in US-Zeitungen wie “The Chicago Tribune” oder “The New York Times”.

Sonovistas Gemeinde TV

Sonntag, April 1st, 2007

Sonovistas Ideen zu Fernsehen auf lokaler, kommunaler Basis, gemeinsam mit Telekom Austria, am Beispiel Engerwitzdorf: Der Film skizziert erstmals wie sich dies auf der aonDigital TV Plattform wiederfinden könnte. Ich verstehe das so, dass es eine Art “Best of Gemeinde TV” auf nationaler Basis geben soll, sowie ein “Best of” der Region und in der untersten Ebene die Inhalte der Gemeinde selbst.

Ähnlich funktioniert ja auch bereits die Gemeindeberichterstattung im ProSieben Text Austria. Die besten und spannendsten News werden auf der 100er Seite gezeigt und so der “Telegemeindetext” angeteasert.

Bin persönlich sehr zuversichtlich dass diese Ideen sich durchsetzen werden.