ProSiebenSat.1 Unternehmenstrailer
Freitag, Juni 29th, 2007It’s hunting time, RTL…
It’s hunting time, RTL…
Die ProSiebenSat.1 Media AG übernimmt 100 Prozent der Anteile an der SBS Broadcasting Group. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf 3,3 Milliarden Euro. Die ProSiebenSat.1-Gruppe und die Gesellschafter der SBS Broadcasting Group haben einen ent-sprechenden Anteilskaufvertrag unterzeichnet. Die Transaktion steht nicht unter dem Vorbehalt kartell- oder medienaufsichts-rechtlicher Genehmigungen. Der Vollzug des Anteilskaufvertrags wird Anfang Juli 2007 stattfinden.
Die ProSiebenSat.1 Media AG, das größte kommerzielle TV-Unter-nehmen Deutschlands, will durch den Zusammenschluss mit SBS einen pan-europäischen TV-Konzern schaffen. „Die Transaktion ist ein großer Schritt in die Zukunft der ProSiebenSat.1-Gruppe. Die SBS Broadcasting Group passt geographisch und strategisch per-fekt zur ProSiebenSat.1-Gruppe. SBS ist eine Investition in Wachs-tum und ermöglicht uns eine weitere Diversifizierung der Erlös-quellen. Durch die Kombination von ProSiebenSat.1 und SBS ent-steht eine pan-europäische TV-Gruppe mit bewährten Kompeten-zen und den notwendigen Ressourcen, um Aktivitäten in den je-weils neuen geografischen Märkten auszubauen und in zusätzliche TV-Kanäle, Internet-Angebote und Inhalte zu investieren“, sagte Vorstandsvorsitzender Guillaume de Posch.
Hauptsitz der neuen Gruppe, die weiterhin den Namen ProSiebenSat.1 Media AG tragen wird, ist München/Unterföhring. Durch den Zusammenschluss wird die ProSiebenSat.1-Gruppe künftig in 13 europäischen Ländern tätig sein. Zur neuen Gruppe gehören unter anderem 24 Free-TV-Sender, 24 Pay-TV-Sender und 22 Radio-Networks. Die ProSiebenSat.1 Gruppe vergrößert ihre Reichweite auf mehr als 77 Millionen TV-Haushalte in Europa und rückt damit auf Platz zwei unter allen TV-Anbietern in der EU. Durch den Erwerb von SBS steigt der Umsatz, nach einer Pro-Forma-Rechnung für 2006, um 48 Prozent von 2,1 Mrd Euro auf 3,1 Mrd Euro. Das EBITDA wächst um 43 Prozent von 484 Mio Euro auf 691 Mio Euro. Das bereinigte EBITDA vor Einmaleffekten von SBS im Jahr 2006 betrug 207 Mio EUR. Im ersten Quartal 2007 konnte die SBS Broadcasting Group einen Zuwachs im EBITDA von 16 Mio Euro oder 79 Prozent auf 36 Mio Euro erzielen.
Youtube-Videos sind gemäß einem aktuellen Bericht der FAZ für 10 Prozent des Datenverkehrs im Internet verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt der amerikanische Netzwerkspezialist Ellacoya Networks, der deutliche Verschiebungen in den Datenströmen im Netz beobachtet hat.

Nachdem Tauschbörsen in den vergangenen vier Jahren den überragenden Anteil am Datenverkehr im Internet ausgemacht hätten, habe nun das World Wide Web die Führung übernommen. 46 Prozent des Datenverkehrs entfallen auf das Anschauen von Texten und Fotos auf Websites, 36 Prozent auf Videoübertragungen und 5 Prozent auf Audioübertragungen.
„Weg vom normalen Surfen“
„Die Art, wie Menschen das Internet nutzen, ändert sich rapide - weg vom normalen Surfen hin zu Echtzeitübertragungen. Wir erwarten neue Anwendungen in den kommenden Jahren, die diesen Trend noch verstärken“, sagte Ellacoya-Manager Fred Sammartino.
Diese Entwicklung ist brisant, da vor allem in den Vereinigten Staaten unter dem Stichwort Netzneutralität heftig diskutiert wird, ob die Netzbetreiber von den Internetunternehmen Geld für den Zugang zu ihren Nutzern verlangen können.
„Wir werden weiter Gas geben“. so der SevenOne Interactive-Geschäftsführer Matthias Falkenberg bei One-to-One über die Zukunft der Online-Welt und die Expansion von SevenOne Interactive.
SevenOne Interactive ist in der Liste der größten Online-Vermarkter innerhalb von zwei Jahren vom zehnten auf den dritten Platz geklettert. „Unser Ziel ist es, unsere hohe Relevanz im TV-Markt auch auf den Online-Werbemarkt zu übertragen. Deshalb haben wir eine Online-Offensive gestartet und in kurzer Zeit stark in die relevanten Online-Wachstumsfelder investiert“, erläuterte Matthias Falkenberg, Geschäftsführer von SevenOne Interactive, die Strategie. SevenOne Interactive will das Portfolio „noch in diesem Jahr um mindestens eine neue Plattform erweitern und ein weiteres Online-Segment mit großem Reichweiten- und Vermarktungspotenzial besetzen“. Ziel ist es, die „Strahlkraft“ des Fernsehangebots auf die neuen Online-Portale zu übertragen. Im Bereich des Video-Advertisings strebt die ProSiebenSat.1-Tochter die Marktführerschaft an. Auf Video-Content werde inhaltlich nichts folgen, was eine breite Zielgruppe anspricht, so Matthias Falkenberg. „Darüber hinaus werden wir auf das Top-Thema Targeting setzen.“ Web 2.0, so Falkenberg, werde ein langfristiger Trend.
Yahoo führt erste Gespräche mit Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp. über einen Einstieg des Unternehmens. Laut FTD vom 20. und 21. Juni plant angeblich Rupert Murdoch, seine populäre Internetplattform MySpace sowie die Webangebote von IGN gegen einen 25-Prozent-Anteil an Yahoo einzutauschen. Das Geschäft würde Sinn machen, sind sich Experten einig. „Eindeutig ist einer der größten Fehler von Yahoo, dass sie kein größeres soziales Internetnetzwerk wie MySpace gekauft oder entwickelt haben“, sagte Scott Kessler, Analyst bei der Ratingagentur Standard & Poors.
Unterdessen sehen Finanzexperten in der Ernennung von Jerry Yang zum neuen Konzernchef keinen Durchbruch. Mitgründer Yang ersetzt den früheren Film-Manager Terry Semel. „Die Investoren hatten auf einen Neuanfang gehofft, wenn Semel geht“, sagte Benjamin Schachter, Analyst bei der Investmentbank UBS in New York.
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Laut Handelsblatt hat sich die Deutsche Telekom über ihren T-Online Venture Fund am Internet-Telefonunternehmen Jajah beteiligt. Der Anteil der Telekom liege „unter fünf Prozent“, sagte Jajah-Mitgründer Roman Scharf. Bereits im April hat sich der Chip-Konzern Intel an Jajah beteiligt. Bei Jajah gibt der Nutzer per Webseite oder Smartphone seine und die Telefonnummer der Gesprächspartner ein. Jajah baut dann zu beiden Seiten eine Verbindung auf, bei der nur Kosten für zwei Gespräche im Ortsnetz anfallen. Größter Konkurrent in dem Geschäftsfeld ist der Ebay-Telefon-Dienst Skype. „Die Kommunikationsangebote entwickeln sich sehr dynamisch“, so Andreas Kindt, Vorstandmitglied T-Com IT: „Das Investment passt in unsere Strategie ‚Focus, fix and grow’.“
Analysten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren der gesamte Telefonverkehr über Datenleitungen abgewickelt wird. ProSiebenSat.1 bietet bereits seit vergangenem Jahr auf der Plattform Sat1.de den Jajah-Service an.
Ein hervorragender Artikel in der FTD von Katrin Elger und Arndt Ohler…
“Wer gern im Web surft, sollte besser kein Problem damit haben, viel von seiner Privatsphäre preiszugeben. Denn die Spuren, die ein Nutzer hinterlässt, werden immer hartnäckiger von der Werbeindustrie verfolgt. Sucht etwa ein Kunde in einem Internetportal wie Yahoo nach Tipps für die Entfernung von Tintenflecken, wird dieses Interesse so schnell nicht mehr in Vergessenheit geraten: Beobachtet dieselbe Person zu einem späteren Zeitpunkt bei “Yahoo Finanzen” Aktienkurse, erscheint - wie von Zauberhand - erneut Waschmittelwerbung.
“Behavioral Targeting”, sprich Personifizierung von Werbung, heißt die Strategie, die Onlinewerbung für viele Unternehmen so interessant macht. Die Branche jedenfalls hat sich in einen regelrechten Kaufrausch gestürzt. Insgesamt knapp 10 Mrd. $ gingen in den vergangenen Wochen für Werbetechnikanbieter über den Tisch. Google erstand für 3,1 Mrd. $ die Onlinewerbeplattform Doubleclick, Microsoft gab 6 Mrd. $ für die Onlinewerbefirma Aquantive aus, und AOL erstand den deutschen Technikdienstleister Adtech.

Die Portale und Technologiedienstleister hoffen, durch die gezielte Steuerung der Werbung in Echtzeit, bei der die Nutzerdaten anonym gesammelt werden, viele neue Kunden zu gewinnen. Während Versicherungs-, Reise- sowie Autokonzerne seit Langem Geld für Onlinewerbung ausgeben, haben Konsumgüterhersteller wie Procter & Gamble mit Marken wie Pampers oder Ariel erst seit Kurzem damit begonnen, mehr in diese Werbeform zu stecken. Ein Grund für das steigende Interesse sind neue Technologien. Bislang war es schwierig, inhaltlich passende Websites zu finden, auf denen sich im großen Maßstab erfolgreich für Waschmittel oder Windeln werben lässt.

Nun aber sollen Technologien von Doubleclick, Yahoo oder Aquantive und deutschen Anbietern wie Wunderloop oder Nugg-AD Aufschluss darüber geben, welche Nutzer sich für solche Produkte interessieren. “Wir gehen davon aus, dass in den kommenden zwei bis drei Jahren die Display-Werbung zu 50 Prozent verhaltensorientiert gesteuert wird”, sagte Michael Kleindl, der mit Skype-Mitgründer Niklas Zennström zu den Wunderloop-Investoren gehört.
Vorteil der Transparenz
“Es gibt eine ganz klare Verschiebung hin zu diesen Werbeformen”, sagte auch Michael Fischer, Experte für Onlinewerbung bei der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Der besondere Charme dieser Werbung liege darin, dass sie den Werbetreibenden viel mehr Transparenz liefere.”