Mrz
22
Google News demnächst mit mehr Agenturemeldungen
März 22, 2009 | Leave a Comment
Google macht Newsportalen stärkere Konkurrenz. Konzern einigt sich mit acht weiteren Nachrichtenagenturen, deren Texte und Bilder in Kürze auf Google News veröffentlicht werden
Google hat mit der epa eine Vereinbarung zur Bereitstellung von Original-Texten und Bildern von Nachrichtenagenturen getroffen. Nutzern wird damit der Zugriff auf die Inhalte von acht der insgesamt elf zur epa gehörenden Nachrichtenagenturen ermöglicht. Dazu gehört unter anderem auch die österreichische Presseagentur APA. Damit gesellen sich die epa-Agenturen unter anderem zu AP und AFP. Nicht dabei ist derzeit noch die deutsche dpa.

“Bisher hat Google News häufig mehrere Kopien eines von Nachrichtenagenturen veröffentlichten Artikels und Fotos bereitgestellt, mit mehreren Links zu verschiedenen Seiten, die diese Nachrichten veröffentlichen”, so Josh Cohen, Business Product Manager von Google News. Durch die Vereinbarung mit epa können die Originalartikel nun direkt verlinkt werden. Die Inhalte sollen in den kommenden Monaten bereitgestellt werden.
Quellen erkennbar
“Die Vereinbarung ist für Nachrichtenagenturen von besonderer Bedeutung, da diese nun klar als Quelle für den von ihnen erstellten Originalinhalt erkennbar und anerkannt werden”, meint epa-Aufsichtsratsvorsitzender Walter Grolimund. In Zukunft sollen offenbar auch Anzeigen in den Google News geschaltet werden, Werbeinnahmen sollen dann zwischen Google und den Agenturen aufgeteilt werden. (red)
Mrz
22
Jeder Jugendliche hat sein Facebook
März 22, 2009 | Leave a Comment
Elf- bis 29-Jährige nutzen Online-Netzwerke täglich, aber meist nur kurz.
Wien (mpm). Wer nicht bei Facebook, studiVZ oder anderen sozialen Netzwerken dabei ist, der existiert nicht. Fast jeder Jugendliche ist heute bei mindestens einer Online-Community dabei, wie die „Timescout“-Studie der tfactory zeigt. Zum ersten Mal wurden Jugendliche dabei nach der Nutzung von Facebook & Co. befragt.
Nur 14,2% der Elf- bis 29-Jährigen gaben an, bei gar keiner Online-Community dabei zu sein (siehe oben stehende Grafik). Jeder Zweite (50,3%) hat ein eigenes Profil bei dem auf Studenten ausgerichteten Netzwerk studivz, das damit die am meisten genutzte Netzwerkseite unter Österreichs Jugendlichen ist. Facebook (35,7%) und myspace (29,4%) folgen auf Platz zwei und drei. Die Bindung an diese Online-Communitys ist durchaus eng: 62,9% loggen sich ein Mal oder mehrmals täglich ein.
„Das Interessante dabei ist“, sagt Jugendforscher Philipp Ikrath von der tfactory, „dass die Jugendlichen im Alter zwischen elf und 24 Jahren ein ähnliches Internetverhalten haben.“ Sprich: Ein elfjähriger Mittelschüler nützt Online-Communitys (und das Internet generell) auf die gleiche Art und Weise wie eine 24-jährige Jus-Studentin. Der „klare Bruch“ erfolge zwischen den unter 25-Jährigen und der Generation 25 plus, „die gerade nicht mehr mit den Internetmedien sozialisiert worden ist“ und ein anderes Internetverständnis hat.
Zwar sind auch die 30- bis 39-Jährigen (die in der Studie erfasst werden, um zu beobachten, wie lange Jugendtrends anhalten) zunehmend in Online-Communitys aktiv (siehe Grafik), allerdings eher, um geschäftliche Kontakte zu knüpfen oder Termine zu koordinieren. „Die registrieren sich nicht, um sich dann über Sinnlosigkeiten zu unterhalten“, sagt Ikrath. Kein Wunder, dass Xing, für berufliches Netzwerken angelegt, bei den über 30-Jährigen sehr beliebt ist: 27,9% dieser Altersgruppe sind Mitglied. Bei Jüngeren spielt Xing fast keine Rolle.
Da fast jeder Jugendliche via Online-Community erreichbar ist, müssten diese der ideale Werbemarkt sein. Oder? Nur bedingt, sagt Jugendforscher Ikrath. Zum einen werde Werbung in den Communitys als Eindringen in die Privatsphäre empfunden. Zum anderen ist die Aufmerksamkeit dort sehr beschränkt. Denn wirklich lange bleibt niemand: 26,8% bleiben weniger als zehn Minuten eingeloggt, 29,5% weniger als eine halbe Stunde.
20.03.2009 | 18:37 | (Die Presse)
Mrz
22
Krise? Die Jugend auf Sparkurs
März 22, 2009 | Leave a Comment
Österreichs Jugendliche geben weniger Geld für Alkohol, Zigaretten und Weggehen aus. Das Freizeitverhalten habe sich verlagert – weg von Lokal- und Kinobesuchen hin zum Internet.
Wien. Jung und unbeschwert? Von wegen. Auch Österreichs Jugendliche spüren die Auswirkungen der schlechten Wirtschaftslage. Und reagieren – brav und besonnen. Statt trotzig gegen die Krise anzufeiern, hat sich die Jugend offenbar einen Sparkurs verordnet. Bausparvertrag statt Party sozusagen.
Dieses Bild bietet sich, wenn man einen Blick in die aktuelle „Timescout“-Studie der Trendagentur tfactory wirft, für die tausend österreichische Jugendliche und Erwachsene zwischen elf und 39 Jahren befragt wurden. Egal ob mit elf, 20 oder 25: Die jungen Menschen haben mehrheitlich das Gefühl, weniger Geld zur Verfügung zu haben als noch vor einem Jahr – und achten daher genauer darauf, wofür sie es ausgeben. Einer der Gründe: Viele, die in viel zitierten prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig waren, dürften ihre Jobs verloren haben, dazu kommt die allgemeine Teuerung.
Gespart wird vor allem bei Ungesundem: Im Schnitt geben Jugendliche derzeit 25,4% ihres (Taschen-)Geldes für alkoholische Getränke aus. Das klingt zwar immer noch nach ziemlich viel, ist aber deutlich weniger als vor fünf Jahren (30,6%). Auch auf das Rauchen wird aus Spargründen immer öfter verzichtet, wie die Studie zeigt. Gespart wird auch ganz klassisch: Fast ein Drittel des verfügbaren Geldes (32,8%) legt der durchschnittliche Jugendliche auf ein Sparbuch.
Generell verzichten die Jugendlichen zunehmend auf Partys und auf das Weggehen, „das hat“, sagt der Jugendforscher Philipp Ikrath, einer der Autoren der Studie, „aber nicht nur mit der Wirtschaftskrise zu tun. Das ist ein Trend, den wir seit mehreren Jahren beobachten“.
Das Freizeitverhalten habe sich verlagert – weg von Lokal- und Kinobesuchen hin zum Internet. „Das heißt aber nicht, dass die alle zuhause vor dem Computer sozial verarmen, sagt Ikrath. Freunde trifft man heute oft in den Online-Communitys (siehe unten stehenden Artikel). Ikrath: „Vielleicht machen sie heute mehr mit ihren Freunden, als das in der Zeit vor dem Internet möglich war. Nur eben online.“
Dass die jungen Menschen weniger ausgehen, habe aber nicht nur mit Geldsorgen zu tun, so Ikrath. „Jugendliche erzählen uns immer wieder, dass sie das Ausgehen auch aus schulischen Gründen nicht mehr leisten wollen.“ Brav daheim, damit der Schulerfolg stimmt? „Die Jugendlichen“, sagt Ikrath, „denken extrem vernünftig.“ Zukunftsängste, die schlechten Jobaussichten, die Frage nach der richtigen Ausbildung: Das alles beschäftigt die derzeitige Generation Jugendlicher schon länger. Insofern, sagt Ikrath, habe die Krise kein Umdenken bewirkt, sondern die Lage „zusätzlich verschärft“.
Wie die „Timescout“-Studie zeigt, investieren Jugendliche ihr Geld vermehrt in Kleidung und Kosmetika – und zwar Mädchen wie Buben. Auch da schwingt das Prinzip der Leistungsgesellschaft mit: „Sie sehen den eigenen Körper als wichtige Ressource, der nicht nur in sexueller Hinsicht attraktiv sein soll.“ Sie wissen, dass ein gepflegtes Äußeres, ein trainierter Körper, Leistungsbereitschaft und Disziplin symbolisieren. Der Trend, das eigene Geld in Körperpflege zu investieren, zeigt sich sogar bei den ganz Jungen: Fast jeder Dritte (30,8%) der unter 14-Jährigen gibt „sehr viel“ oder „eher viel“ für Kosmetik aus.
Was wurde aus den Krocha?
Die Krise dürfte einen weiteren Trend verstärken: Junge Menschen sind heute vorrangig mit dem eigenen Weiterkommen beschäftigt. An große, gesellschaftliche Veränderungen denken sie nicht. So sind auch die meisten Jugendszenen weitgehend ideologiefrei. Der Computerszene fühlen sich die meisten zugehörig (siehe Grafik), gefolgt von der „Öko/Alternativ“-Szene, mit der sich vor allem junge Mädchen identifizieren. Zu den angesagtesten Szenen zählen die Jungen übrigens die „Krocha“. Letztere seien zwar aus der (medialen) Wahrnehmung verschwunden. Es gebe sie aber noch immer, so Ikrath. Die Bekanntheit der solariumgebräunten typischen Unterschichtgruppe mag groß sein – dazu gehören will aber kaum jemand: Nur 1,7% der Elf- bis 29-Jährigen bezeichnen sich als „Krocha“.
20.03.2009 | 18:38 | MIRJAM MARITS (Die Presse)
Mrz
22
Facebook geht enge Bindung mit iPhone ein
März 22, 2009 | Leave a Comment
Facebook Connect verbindet iPhone-Nutzer künftig noch stärker mit der Online-Community. So können manche iPhone-Anwendungen automatisch Nachrichten auf Facebook posten.
Facebook hat am Wochenende Facebook Connect für Apples iPhone angekündigt. So können iPhone-Nutzer Aktivitäten auf ihrem Handy automatisch mit anderen Facebook-Mitgliedern teilen. Das funktioniert beispielsweise mit iPhone-Spielen: Bestimmte Games können per Facebook Connect den erreichten Punktestand auf Facebook veröffentlichen und andere Facebook-Nutzer auffordern, das Spiel ebenfalls zu spielen.
“Erstmals können eure iPhone-Anwendungen Freunde haben”, meint Facebook-Manager Dave Morin beio der Präsentation des neuen Features in Texas. Eines der Spiele mit Connect-Funktionalität ist etwa “Agency Wars” von SGN. Das Spiel verwendet geokodierte Hinweise und kann mit anderen iPhone-Nutzern gespielt werden. Andere Connect-Anwendungen wie Urbanspoon und Flixter Movies können beispielsweise Fotos und Videos an Facebook senden.
16.03.2009 | 11:43 | (DiePresse.com)
Mrz
22
Marketing: Mit Vollgas durch die Rezession
März 22, 2009 | Leave a Comment
Alle Studien legen nahe, in der Krise mehr für Werbung auszugeben. Nur hält sich fast niemand daran.
Wien. Die Krise ist da, die Kosten müssen runter – und wo tut das weniger weh als bei der Werbung, von der niemand weiß, ob sie wirklich etwas bringt. Solche Gedanken hegt man zurzeit in vielen Branchen. Man hat ja andere Sorgen: Banken hadern mit ihrem Imageverlust, Autohändler werfen sich in die Rabattschlacht, Fluglinien bereiten sich auf eine Notlandung vor.
Absolut am stärksten hat aber Procter & Gamble seine Werbeausgaben gekürzt, also ausgerechnet jener Konsumgütergigant, der in Sachen Markenpflege seit Jahrzehnten Maßstäbe setzt. Wer ihm folgt – und es folgen fast alle –, der kann doch nicht irren?
Doch, meint Dominic Lyle, Chef des Europäischen Verbands der Werbeagenturen, im Gespräch mit der „Presse“: „Wer in der Krise seine Budgets kürzt, ist selber schuld.“ Spar nicht in der Not: nur Wunschdenken der Werber? Lyle hat die Wissenschaft auf seiner Seite. Das zeigt eine aktuelle Metastudie des Werbeexperten Paul Dyson. Er untersuchte die Daten von sechs Studien, die nach Rezessionen erstellt wurden, von den 20er-Jahren bis zum Platzen der Internetblase. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen Werbeausgaben und Marktanteil vor, während und nach der Baisse.
Die Ergebnisse sind austauschbar: Unternehmen, die ihre Budgets konstant halten oder antizyklisch agieren, haben noch zwei bis drei Jahre nach Ende der Talfahrt einen Wettbewerbsvorteil. Und umgekehrt: Wer in der Rezession das Budget kürzt, muss später weit mehr Geld in die Hand nehmen, um wieder seinen alten Marktanteil zu erreichen. Denn Werbung wirkt lange nach, aber nur dann, wenn man sie nicht unterbricht.
Weniger kostet um 60 Prozent mehr
Durch die breite Datenbasis konnte Dyson diesen Effekt erstmals quantifizieren: Die späteren Mehrkosten sind um 60 Prozent höher als die ursprüngliche Einsparung.
Dafür nennt der britische Werbedoyen Lyle plausible Argumente: „Wenn die anderen sparen, steigt automatisch der Werbeanteil der eigenen Marke. Außerdem kriegt man fürs gleiche Geld mehr, weil die Preise im Keller sind.“ Tatsächlich sind etwa TV-Spots in Großbritannien heute so günstig wie seit 15 Jahren nicht mehr. Dazu kommt die Psychologie. „Wenn Zeitungen dünner werden, wird das einzelne Inserat aufmerksamer wahrgenommen.“ Und weil die Leute in der Krise seltener ausgehen, sehen sie mehr Fernsehwerbung.
Fragt sich nur, warum die Burschen von Procter & Gamble das nicht zu wissen scheinen. „Sie setzen bei gleicher Präsenz ihr Geld geschickter ein“, vermutet Lyle. Konkret heißt das: weniger TV, mehr Internet. Auch zu den Themen Windeln, Waschmittel und Chips bilden sich nun Bloggerforen und Portale für selbst gedrehte Videos.
Das einfache Banner, die erste Generation der Internetwerbung, zählt längst zu den klassischen, langweiligen Medien. Große Zuwachsraten gibt es bei der Suchoptimierung. Das heiße Ding ist interaktive Werbung, bei der die Firma in Kontakt zum Konsumenten tritt.
Hier sprießt die Kreativität: Tele.ring postet ein Facebook-Profil für den „Inder“, Nokia unterhält seine Kunden mit SMS-gesteuerten „Finde den Mörder“-Spielen. Das kostet wenig Geld, stärkt die Markenbindung – und lässt die reale Krise eine Onlinesession lang vergessen.
20.03.2009 | 18:39 | KARL GAULHOFER (Die Presse)
Mrz
22
Obama bei Jay Leno
März 22, 2009 | Leave a Comment
Als erster Präsident der Verenigten Staaten ist Barack Obama in einer Late Night Talkshow im amerikanischen Fernsehen aufgetreten. Er wagte sich in die Höhle des Löwen von Jay Leon und plauderte gutgelaunt über sein Privatleben und den aufreibenden Präsidentenalltag. Kritischer wurde es beim Thema Finanz- und Wirtschaftskrise. Hier sparte der Präsident nicht mit Kritik und prangerte das Verhalten der Verursacher mit deutlichen Worten an.
Das Interview wurde in den NBC-Fernsehstudios im kalifornischen Los Angeles aufgezeichnet und fand unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.
Das NBC- Interview in voller Länge (25 min.).
Mrz
22
Amerikaner lesen kaum noch Zeitung
März 22, 2009 | Leave a Comment
Die Krise der Verlage bekommt eine neue Dimension: Erstmals informieren sich mehr Amerikaner im Netz als in der Zeitung. Medienforscher stellen eine eiskalte Diagnose: Schuld sei ein “Geschäftsmodell des vergangenen Jahrhunderts”.
Der Jahresbericht zur Lage der Medien in den USA könnte für die Zeitungsverlage kaum schlechter ausfallen: 2008 informierten sich erstmals mehr Amerikaner im Internet als in den gedruckten Blättern. Nachrichten sind den US-Bürgern zwar weiter wichtig und bleiben begehrt, allerdings sind immer weniger Menschen bereit, dafür zu bezahlen. Das sind zentrale Erkenntnisse aus dem US-Medien-Jahresbericht 2009 des angesehenen Pew-Forschungsinstituts in Washington.
Der am Dienstag zum sechsten Mal in Folge vorgelegte Jahresbericht zur Lage der US-Medien sei der “düsterste bisher”, schrieben die Wissenschaftler. 2009 werde für die US-Zeitungsbranche aber angesichts der dramatischen Wirtschaftskrise zum vermutlich “schlimmsten Jahr” überhaupt, so die Prognose. Auch Zeitschriften, Radio und die lokalen Fernsehsender in den USA mussten 2008 Einbußen hinnehmen. Als Gewinner können sich neben dem Internet-Anbietern vor allem Nachrichtensender fühlen.
“Verzweifeltes Bemühen”
Der Versuch von Verlagen, im Web die Verluste aufzufangen, die Zeitungen seit Jahren wegen sinkender Auflagen und des Rückgangs im Anzeigengeschäft erleiden, haben sich laut der Studie zu “einem verzweifelten Bemühen entwickelt”. Die Verlage hätten noch kein Konzept gefunden, um die Zeitungskrise zu meistern, es dominiere das “Geschäftsmodell des vergangenen Jahrhunderts”. Um mit Nachrichten Geld verdienen zu können, werde traditionelle Werbung künftig nur teilweise die Kosten für Qualitätsjournalismus decken können. Allerdings sei es übertrieben, von einem Sterben des traditionellen Journalismus zu sprechen, vor dem angesichts der US-Zeitungskrise Kommentatoren und Medienexperten gewarnt hatten.
Die gedruckte Zeitung ist in Amerika ein Auslaufmodell
Wegen der Rezession und der wachsenden Nutzung des Internets als Nachrichtenquelle bleibt den Verlagen “immer weniger Zeit, … ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln und die finanzielle Zukunft zu sichern”, schreiben die Medienwissenschaftler. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Amerikaner, die sich im Web auf den 50 wichtigsten Nachrichtenseiten informierten, um 24 Prozent. 2007 lag der Anstieg lediglich bei 8 Prozent. Allerdings seien 2008 die Erlöse im Web kaum gestiegen.
Stetig sinkende Print-Einnahmen
Die Auflage der US-Zeitungen sank 2008 erneut um etwa 4,6 Prozent auf eine tägliche Gesamtauflage von rund 48 Millionen. Die Zeitungswirtschaft habe 2008 etwa 38 Mrd. $ (28,2 Mrd. Euro) umgesetzt, wobei die Verlage noch immer meist gute Profite erwirtschaftet hätten, so die Studie. Die Gewinne der Zeitungshäuser seien aber um 14 Prozent niedriger als 2007 und 23 Prozent geringer als ein Jahr zuvor.
Bis Ende 2009 wird der Prognose des unabhängigen Instituts zufolge im Vergleich zu 2001 jeder vierte Arbeitsplatz in den Zeitungsredaktionen verloren gegangen sein. Allein 2008 sank die Zahl der journalistischen Arbeitsplätze um etwa 5000, das sind etwa zehn Prozent. Einen Boom im Nachrichtengeschäft erlebten lediglich die Nachrichtensender wie CNN, MSNBC und Fox News. Die Zuschauerzahl stieg im spektakulären Wahljahr 2008 um 38 Prozent, auch die Gewinne legten um 33 Prozent zu.
FTD.de, 19.03.2009
© 2009 Financial Times Deutschland, © Illustration: AP
Mrz
18
Yahoo’s “Latitude” mit Facebook
März 18, 2009 | Leave a Comment
Konkurrenzangebot zu Google Latitude kommt ohne Mobile-Version
Yahoo hat einen neuen “Freundfinder”-Service als Facebook-Applikation gestartet. Ähnlich wie Google Latitude lässt sich mit der Yahoo-Personenortung “Friends on Fire” der Aufenthaltsort von Freunden ermitteln bzw. der eigene aktuelle Standort bekannt geben. Während das Google-Konkurrenzprodukt basierend auf einer eigens entwickelten Technologie für sich allein existiert, werden bei Friends on Fire jedoch verschiedene Services miteinander kombiniert.
Dienste werden verknüpft
Yahoos bestehender Dienst “Fire Eagle”, der den jeweiligen Aufenthaltsort einer Person feststellen und übermitteln kann, wird mit dem Social Network Facebook verknüpft, worüber Freunde identifiziert und die Erlaubnis für die Personenortungs-Applikation angefragt werden können. “Die Fire-Eagle-Applikation für Facebook “Friends on Fire” ist am 13. März gestartet und für alle Facebook-Nutzer weltweit verfügbar”, so eine Yahoo-Sprecherin auf Nachfrage.
Vorerst ohne mobile Version
Ein entscheidendes Manko der Yahoo-Personenortung ist jedoch, dass eine mobile Version bislang fehlt. Damit dürfte Google Latitude bis auf weiteres im klaren Vorteil sein, denn gerade bei Services wie einer Personenortung kommen Handys und mobile Geräte häufig zum Einsatz. Fire Eagle bezieht keine GPS-Informationen, sondern basiert auf WLAN-Punkten und Adressen, die bei anderen Diensten selbst eingetragen wurden. Wie CNN berichtet, soll Yahoo bereits über eine mobile Version nachdenken. “Wir sind an einer Mobile-Site interessiert, bringen zu diesem Zeitpunkt aber keine heraus”, sagt Tom Coates, Verantwortlicher für Fire Eagle. Gegenwärtig gebe es bereits fünf iPhone-Apps, die von unabhängigen Entwicklern gebastelt wurden und im iTunes-App-Store verfügbar seien, so die Yahoo-Sprecherin.
Datenschutz
Ähnlich wie bei Google Latitude wirft sich auch bei der Yahoo-Personenortung eine Reihe von Fragen zum Thema Privatsphäre und Datenschutz auf. Kritiker solcher Services befürchten, dass die Unternehmen noch mehr persönliche Daten zu ihren Zwecken sammeln könnten oder die Tools für heimliche Stalker-Angriffe missbraucht werden. Daher will Yahoo, gleichermaßen wie der Konkurrent, möglichst transparent machen, wie und welche Daten bei dem Dienst übermittelt werden. “Generell gilt bei Fire Eagle, dass der Aufenthaltsort mit anderen geteilt, aber auch nur für ausgewählte Nutzer des Vertrauens freigeschaltet werden kann”, heißt es seitens Yahoo. Der Nutzer entscheide bei Friends on Fire im Rahmen von Facebook explizit über Updates und Ortsinformationen.
Verstecken und löschen jederzeit möglich
Um den Ortungsdienst in Gang zu setzen bzw. die Facebook-Applikation zu aktiveren, muss zunächst Fire Eagle autorisiert werden. Im zweiten Schritt kann der User dann bestimmen, wie viel bzw. welche Informationen im Detail mit anderen geteilt werden sollen. Außerdem kann festgelegt werden, dass Friends on Fire eigenständig den Aufenthaltsort ermittelt. Nach diesen Einstellungen listet die Facebook-Applikation schließlich alle Freunde aus dem sozialen Netzwerk auf, die Friends on Fire bereits nutzen. “Es ist jederzeit möglich, sich zu ‘verstecken’ und ebenso, die Information über sich selbst zu löschen”, so die Yahoo-Sprecherin abschließend. (pte)
Mrz
17
ATV überlegt teilweise Übersiedlung nach München
März 17, 2009 | Leave a Comment
Der Privatsender könnte z. B. die Sendeabwicklung nach München auslagern, wo ATV-Eigentümer Kloiber residiert. Gründe dafür sind wegbrechende Werbeeinnahmen und die ausstehende Medienförderung.
Der österreichische Privatsender ATV überlegt derzeit ernsthaft, “Wertschöpfung aus Österreich abzuziehen”, wie ATV-Pressesprecherin Alexandra Damms bestätigte. Im Raum steht, dass ATV einzelne Bereiche, wie zum Beispiel die Sendeabwicklung, nach Deutschland auslagert, wo ATV-Eigentümer Herbert Kloiber mit seiner Tele München Gruppe residiert. Grund für die Überlegungen sind die Wirtschaftskrise und die Einbrüche am Werbemarkt sowie die Politik, die den Privatsendern die versprochene Medienförderung vorenthält.

“Der Ball liegt bei der Politik”, sagte Damms der APA. Wenn die Regierung die Privatsender alleinlasse, müssten sich diese verstärkt nach Sparpotenzial umsehen. Eine Auslagerung werde dabei in Betracht gezogen - konkrete Detailpläne gebe es aber noch nicht. ATV beschäftigt derzeit 110 fix angestellte Mitarbeiter. Mittel- und unmittelbar arbeiten laut Damms bis zu 500 Österreicher für den Sender.
Den heimischen Privatsendern wird seit Jahren eine Medienförderung in Aussicht gestellt. Zuletzt wurde deren Höhe mit 20 Millionen Euro angegeben. Im Koalitionsabkommen der aktuellen Regierung hieß es, die Medienförderung für Private soll “unter Berücksichtigung neuer Finanzierungsformen” geprüft werden. Ob es demnächst zu einer Förderung kommt, dürfte spätestens bei der Budgetrede am 21. April bekanntwerden - im Büro von Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (S) wollte man sich dazu derzeit nicht äußern.
Den Privaten werde aber schon jetzt indirekt geholfen, meinte Ostermayer-Sprecher Marcin Kotlowski. Er verwies auf den Film- und Fernsehfonds, der heuer eine “klare und spürbare” finanzielle Aufstockung erhält. Außerdem habe Österreich “als eines der ersten Länder in Europa den ersten Teil der Richtlinie für audiovisuelle Medien bereits umgesetzt, um gerade diesem Sektor zu helfen”, so Kotlowski: “Wir helfen den Privatmedien also in dem Rahmen, der uns angesichts der Entwicklung der Wirtschaft möglich ist.”
17.03.2009 | 13:07 | (DiePresse.com)
Mrz
17
Pro7 Newstime - Fringe Werbung
März 17, 2009 | Leave a Comment
Werbung zu Fringe auf ProSieben. Als Unterbrecher direkt in Sendungen. Genial, gewagt, kontrovers! Die Omas und Opas fallen jedenfalls von der Fernsehcouch…
— keep looking »Blogroll
- Eheringe, Traumringe - Atelier Teufl - Eheringe und Trauringe von Atelier Teufl
- Go2Web2
- Guy Kawasaki
- Indiskretion Ehrensache
- martinwaiss.com - Martin Waiss über Microformats, Semantic Web und alles was das Herz begehrt.
- Matthias Funk's Notizblock - Gute Ideen, Schönes Design, weise Sprüche
- Medienrauschen
- Micro Persuasion
- Necromanc
- Netzpolitik.org
- Read/WriteWeb
- Sloganmaker
- Techcrunch
- unmediated
- Web 2.0 & Recht
- XING - Matthias Funk auf XING
