Jul
14
Immer mehr Unternehmen kappen Zugang
Juli 14, 2009 | Leave a Comment
Facebook, StudiVZ, Xing & Co. gehen zulasten der Arbeitszeit - Online-Netzwerken bei AUA, OMV und Verbund nicht erlaubt - Erste Bank-, Post- und Telekom-Mitarbeiter haben Zugriff
Facebook, StudiVZ, Xing, Twitter oder MySpace werden immer beliebter. Der Suchtfaktor der Social-Network-Seiten ist offenbar so groß, dass viele Online-Netzwerker auch in der Arbeit nicht darauf verzichten wollen. Mittlerweile haben diverse Unternehmen, Ministerien und Behörden die Notbremse gezogen und den Zugriff auf Facebook & Co. für ihre Mitarbeiter gesperrt. In den heimischen Unternehmen wird es unterschiedlich gehandhabt, ob Kontaktseiten, private E-Mail-Accounts oder Chatforen angesurft werden können. Einen Webfilter, der Seiten mit bedenklichen oder bedrohlichen Inhalten wie Pornografie oder Gewalt blockiert, hat aber jeder Betrieb.
Wer selbst Facebook-Mitglied ist, weiß, wie viel Zeit dabei drauf geht - zu viel hat man bei der AUA festgestellt und den Zugang deshalb gekappt. “Die Nutzung hat überhandgenommen und ist zulasten der Arbeitszeit gegangen”, hieß es aus dem Unternehmen zur APA. Auch auf private E-Mail-Accounts (gmx, hotmail) können AUA-Mitarbeiter nicht zugreifen, was aber mehr aus Sicherheitsgründen gemacht wurde. Die Karriere-Netzwerk-Seite Xing, die Videoplattform Youtube oder das deutschsprachige Pendant zu Facebook, StudiVZ, können die Mitarbeiter der heimischen Fluggesellschaft hingegen ohne Probleme anschauen. Dort hätte man das “Zeitproblem” nicht festgestellt. In regelmäßigen Abständen evaluiert die Airline jene Internet-Seiten, die von den Beschäftigten am häufigsten aufgesucht werden.
Bei der OMV und beim Verbund wird den Mitarbeitern der Zugang zu Social-Network-Seiten grundsätzlich verwehrt. Ausnahmen gibt es beim Verbund aber, wenn eine berufliche Notwendigkeit besteht - dann werden die Seiten kurzfristig entsperrt.
“Keine Lösung, Seiten einfach zu sperren”
Facebook oder Xing werden mittlerweile von vielen Unternehmen auch zur Kunden- oder Mitarbeiter-Akquise verwendet - immerhin nutzen bereits 600.000 Österreicher Facebook, 300.000 Xing. “Wir haben Facebook & Co. für uns entdeckt und erst vor kurzem einen Mitarbeiter aufgenommen, den wir auf Xing gefunden haben. Über Facebook akquirieren wir neue Kunden”, erzählte Erste-Bank-Sprecher Peter Thier. Laut Thier sei es keine Lösung, Seiten einfach zu sperren. “Wenn sich Mitarbeiter ablenken wollen, dann werden sie das auch ohne Facebook tun.” Eine interne Diskussion, ob gesperrt werden soll oder nicht, habe es aber trotzdem schon gegeben. Derzeit seien den Mitarbeitern die Zugriffe auf private E-Mail-Benutzerkonten sowie auf Youtube verwehrt, wie bei der AUA ebenfalls aus Sicherheitsgründen.
Ähnlich offen ist man bei der Post und der Telekom Austria. Post-Mitarbeiter haben uneingeschränkten Zugriff auf alle Internetseiten - abgesehen natürlich von “bedenklichen” Webseiten - eine Betriebsvereinbarung sieht jedoch vor, dass die Nutzung der IT-Ressourcen für private Zwecke nicht erlaubt ist, so Postsprecher Stefan Fuchs. Überprüft wird das zwar nicht, man vertraue darauf, dass die Mitarbeiter ihre Privat-Aktivitäten nicht während der Dienstzeit machen. Auch Telekom-Beschäftigte können problemlos jede Page ansurfen. (APA)
Jun
22
“Did you know” spot
Juni 22, 2009 | Leave a Comment
Jun
21
“Es entsteht eine Social Media-Kakophonie“
Juni 21, 2009 | Leave a Comment
PR-Experte Tilo Bonow über Kommunikation 2.0
Alle Reden von Social Media, doch die wenigsten wissen, worüber sie sprechen. Ob Twitter oder Blogs: Tilo Bonow, Chef der PR-Agentur Piabo, ist davon überzeugt, dass die meisten Unternehmen die Kommunikation 2.0 gar nicht erfassen, falsch und unkoordiniert nutzen: “Wir hatten schon mit Firmen zu tun, die hatten vier Twitter-Accounts, ohne dass die einzelnen ‘Zwitscherer’ voneinander wussten.” Die Folge: “Es entsteht eine Social Media-Kakophonie.”
Ob Republica oder Next09. Die Frühjahrskonferenz-Saison ist vorbei. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Die Unternehmen fangen jetzt langsam an, die Möglichkeiten des Dialogmediums Web zu entdecken und vor allem ernst zu nehmen.
So spät erst?
Ja. Das erinnert mich an die Zeit vor vier, fünf Jahren, als alle sagten: Wir müssen jetzt unbedingt was mit Blogs machen. Erst heute fangen die meisten Unternehmen an, zu realisieren, warum es gut und wichtig ist, z. B. ein eigenes Blog zu pflegen bzw. den Kontakt zu Bloggern als genauso bedeutend zu bewerten wie den zu Journalisten.
Sie glauben also, dass die Unternehmen noch drei, vier Jahre brauchen, um das Web 2.0 verstehen?
Ja. Bis es so selbstverständlich in die Kommunikationskultur der Unternehmen integriert ist wie z.B. die PR-Abteilung, auf jeden Fall. Heute reden alle über Social Media, doch bis diese Idee tatsächlich ins Bewusstsein vorgedrungen, umgesetzt und im Mainstream angekommen ist, dauert es noch. Fragen Sie auf der Straße zehn Leute, was Facebook ist. Zwei werden vielleicht eine korrekte Antwort geben. Wir in der Medienwelt sind da sehr dicht dran. Auf der Straße ist das Thema noch nicht ausreichend angekommen, auch wenn nach aktuellen Studien ca. 80 Prozent der Internetnutzer generell Social Media Angebote nutzen. Aber ich bin positiv gestimmt, die kritische Masse ist da, die Kosten, um im Web eine zielführende Kampagne aufzusetzen, sind massiv gesunken und in Zeiten, in denen Budgets gekürzt und viele klassische Strategien überdacht werden, spielt das transparente und effiziente Medium Internet seine Trümpfe aus.
Machen wir den Test: Was ist Social Media?
Im Gegensatz zu traditionellen Medien geht es bei sozialen Medien um Interaktion. Dialog statt Einbahnstraßen-Kommunikation ist gefragt. Zuhören, lernen und teilen sind dabei wichtige Fähigkeiten, egal ob beim Unternehmen oder Nutzer. Nur wer das Internet als Einladung zum Dialog versteht, wird auch erfolgreich sein. Auch müssen die Unternehmen lernen, es nicht als Gefahr zu betrachten, wenn die Informationen, die sie selbst im Netz verbreiten, von anderen weiterverarbeitet oder verknüpft werden und sich in anderen Kontexten wiederfinden.
Gibt es Beispiele für erfolgreiche Social Media-Kampagnen?
Die gibt es. Momentan sehe ich allerdings, dass von vielen Agenturen viel heiße Luft zu diesem Thema produziert wird. Viele schicken ihre Berater durch die Republik, die große Reden schwingen. Aus unserer Erfahrung eignet sich das Thema auch sehr gut, um in kleinem Umfang zu starten und die Entwicklung für das jeweilige Produkt oder die Marke zu testen. Auf den daraus gewonnenen Erfahrungen kann man dann sehr gut aufbauen.
Passend dazu gab Pixelpark gerade bekannt, ab jetzt für die Lufthansa zu twittern.
Die Lufthansa sourced ihre Echtzeit-Kommunikation aus – denn nichts anderes ist Twitter. Ein nicht ungefährlicher Schritt. Ich denke, dass Agenturen ihre Daseinsberechtigung in der Beratung, Konzeption, Realisierungsphase und Betreuung haben. Die eigentliche Kommunikation, ob im Blog, auf Twitter etc. sollte authentisch und transparent aus dem Unternehmen heraus erfolgen. Wenn es bspw. um einen Themenblog geht, haben wir auch gute Erfahrung mit dem Einsatz von Bloggern gesammelt, die aus ihrer Sicht themenrelevant schreiben, sich thematisch vernetzen und die Inhalte in die entsprechenden Social Media-Kanäle verbreiten. Der Modeversand 7trends ist da mit seinem Blog TheTailor ein gutes Beispiel.
Aber zeigt das nicht, welche Probleme große Unternehmen mit den neuen Social Media-Herausforderungen haben?
Das ist richtig. Mittlerweile stellt sich doch die Frage: Wer hat in den Unternehmen überhaupt die Kommunikationshoheit?
Wer denn?
Gute Frage. In vielen, erstaunlicherweise gerade großen Companys gibt es die Situation, dass jede Abteilung ihre eigenen Social Media-Aktivitäten entfaltet. Ohne jegliche Koordination mit den Kollegen aus den anderen Firmenbereichen.
Wie meinen Sie das?
Ich habe da ein gutes Beispiel aus der letzten Woche: Der PR-Mann in der Pressestelle dachte bisher immer, er sei derjenige, der über die Kommunikation nach außen wacht. Zu jeder Frage hat er ein Wording, Texte werden akribisch geprüft etc. Nun passiert aber folgendes: Von der Abteilung E-Commerce wird ein Suchmaschinen-Optimierer beauftragt, um die Unternehmenswebsite bei Google & Co. besser zu positionieren. Was macht der SEO-Experte? Er sorgt für Content und lässt von ein paar Studenten in diversen Blogs und Foren Inhalte über das besagte Unternehmen verteilen und verlinken. Zeitgleich beschließt der Projektleiter Online, dass die Firmenseite ein Corporate Blog braucht. Also fängt er mit ein paar Firmen-Buddies an, im Namen der Company zu bloggen. Parallel entschließt sich die Entwicklungsabteilung, einen Twitter-Kanal zu öffnen und so in Echtzeit über die eigene innovative Arbeit zu berichten.
Da scheint das Kommunikations-Chaos schon perfekt.
Wir hatten schon mit Firmen zu tun, die hatten vier Twitter-Accounts, ohne dass die einzelnen “Zwitscherer” voneinander wussten.
Geht noch mehr Kommunikations-Chaos?
Klar. Zu den Suchmaschinen-Optimierern, dem Firmen-Blog und dem Twitter-Kanal kommt jetzt noch der Außendienst dazu. Die Jungs im Vertrieb haben festgestellt, dass im Web schlecht über ihre Produkte geredet wird und es deshalb schwieriger wird, sie an den Mann zu bringen. Also setzt sich einer hin und fängt an, Jubel-Kritiken bei Verbraucher-Portalen wie Ciao oder Dooyoo zu schreiben. Zeitgleich betreut der Vorstands-Assistent noch eine Xing-Gruppe. Dann stellt noch die Event-Abteilung Youtube-Videos vom letzten Messeauftritt ein und der Kundenservice legt sich ein Facebook-Profil an, weil er gehört hat, dort würden sich Kunden in einer Gruppe über Probleme mit einem Produkt austauschen. Vielleicht meint der Marketingleiter, auch noch einen Blog über die neue Produktserie einrichten zu müssen. So entsteht eine Social Media-Kakophonie.
Wie lässt sich dieses Problem lösen?
Bei Großkonzernen über klare Regelungen und Strukturen. Im Grunde brauchen die Mitarbeiter und Öffentlichkeitsarbeiter jedoch viel eher eine erstklassige Schulung. Man muss ihnen beibringen, wie sie mit Social Media umgehen sollen. Denn den meisten Angestellten mangelt es schlicht an dem nötigen Wissen. Heutzutage geht es nicht mehr darum, Kommunikation zentral zu verwalten und über alles Kontrolle haben zu müssen, sondern sich auch vor der eigenen Marke etwas locker zu machen und eine sinnvolle Mischung aus Agieren und Reagieren zu finden. Nichts spricht gegen den Einsatz vieler Kanäle, solange diese und die Inhalte sinnvoll aufeinander abgestimmt und verknüpft sind.
Gilt das nur für große Unternehmen?
Nein, auch für Start-ups. Der schlimmste Satz, denn ein PR-Profi gerade hören kann, ist: „Ich habe nichts vorab verraten. Ich habe es doch nur getwittert.“ Ganz ehrlich, wir hatten schon den Fall mit einigen gestandenen Unternehmern, bei denen eine wichtige Meldung exklusiv bspw. für Montag morgen in einer überregionalen Zeitung stehen sollte, jedoch schon am Freitag oder Wochenende im Blog oder auf Twitter gepostet wurde. Damit wurde die Geschichte dann zu Fall gebracht. Das gilt genauso für internationale Meldungen. Viele denken, sie könnten bspw. am Dienstag in Asien, am Mittwoch in den USA und Donnerstag in Europa ihr Announcement machen und verkennen dabei total die vernetzte Medienwelt.
Funktioniert überhaupt noch die klassische PR?
Die PR, wie wir sie noch vor vielleicht 10 Jahren kannten, funktioniert nicht mehr. Es gibt noch immer Kunden, die den Erfolg an der Anzahl der ausgesendeten Pressemitteilungen messen. Aber es ist doch so: Journalisten ersticken in Pressemitteilungen. Darüber hinaus interessieren sich Blogger, die heutzutage jeder zusätzlich noch erreichen will, sowieso nicht für Pressemitteilungen. Hier sind also ganz andere Denk- und Handlungsweisen erforderlich.
Was muss man also anders machen?
Grundvoraussetzung ist und bleibt eine gute Geschichte. Viele Kollegen sind heute schnell dabei, über Twitter oder Profile in sozialen Netzwerken etc. zu reden. Ich habe noch gelernt: Erst der Inhalt, dann der Kanal. Das gilt heute mehr denn je. Erst dann kann man anfangen, die Zielgruppen über die passenden Kanäle anzusprechen. Auch beobachten wir einen Trend weg von der News oder featuregetriebenen Meldung. Viele Geschichten funktionieren viel leichter, wenn man sich vom eigenen Unternehmen etwas löst, sie auf eine breitere inhaltliche Basis stellt und sich auch nicht zu schade dafür ist, auf weiterführende Inhalte und Quellen auf anderen Seiten im Netz zu verlinken. Ein guter Journalist muss ja sowieso nachrecherchieren, bevor er sich einer Story annimmt. Zudem lieben Redakteure zu jeder Pressemitteilung gute Bilder, Grafiken und fundierte Zahlen.
So einfach lassen sich auch Blogger überzeugen?
Blogger wollen eine direkte, individuelle Kommunikation, man muss ihren Blog als Einladung zum Dialog verstehen. Es ist ein Mythos, dass in Deutschland Blog-Kommunikation nicht funktioniert. Im Endeffekt kommt es aber auch auf die Themenfelder an. Wir haben z.B. mit Bloggern im Bereich Fashion, Lifestyle, Tourismus und Automobil sehr positive Erfahrungen gemacht. Allerdings ist man bspw. in Spanien und Frankreich schon weiter. Dort wird dem Thema Blogger Relations die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wie der Public Relations.
Jun
21
Social Media Marketing – So kann es funktionieren!
Juni 21, 2009 | Leave a Comment
Unternehmen lesen in letzter Zeit immer häufiger von erfolgreichen Social Media Kampagnen. Da liegt die Entscheidung nah, ein Budget für Social Media Marketing festzulegen. Auch laut Internet World Business wollen Unternehmen zunehmend Geld in Social Media Aktivitäten investieren. Aber die Schlüsselfrage lautet: Wie? Der Budget-Verantwortliche aus dem Marketing hat so viel um die Ohren, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach keinen blassen Schimmer hat, wie er vorgehen soll. Social Media Marketing ist schließlich ein völlig neues Thema. Ach ja, da gibt es doch die Werbeagentur, mit der das Unternehmen schon seit langem zusammen arbeitet. Die machen das schon.
Jun
21
Warum Bezahlinhalte nicht funktionieren
Juni 21, 2009 | Leave a Comment
Für Nachrichten online direkt zu kassieren, ergibt keinen Sinn. Die Forderung danach ignoriert sämtliche Dynamiken des Internets. Die Debatten über Bezahlinhalte als Rettung für den Journalismus sind Zeitverschwendung.
Immer wieder, wenn über über die fehlenden Einnahmen journalistischer Angebote geredet wird, gibt es den einen oder anderen, der den Vorschlag macht, für die Nachrichten doch einfach Geld zu verlangen. Die Online-Medienangebote der etablierten Medien in ihren aktuellen Inkarnationen blenden die Implikationen des Medienwandels komplett aus. Jedes große Medienangebot hierzulande wie über dem großen Teich funktioniert immer noch nach dem alten Portalprinzip. Das führt offensichtlich nicht zum Erfolg. Die Annahme, es würde mit einem höheren Preis besser funktionieren, ist falsch.
Beantwortet wird dabei oft nicht, warum die Leser bezahlen sollen. Die Angebote sind oft austauschbar, was man leicht anhand einer Google-News-Suche selbst feststellen kann. Diese Tatsache und die eigenen Dynamiken des Online-Nachrichtengeschäfts führen zu Nachteilen für Paid Content, die selbiges ökonomisch unsinnig machen. Nicht umsonst hat nahezu jeder Verlag, der einst Bezahlangebote online anbot, diese irgendwann wieder fallen gelassen.
Die Folgen von Nachrichten hinter der Bezahlwand für den Anbieter:
1. Keine Suchzugriffe
Wer seine Inhalte erst hinter einer Bezahlwand zugänglich macht, schließt die Suchmaschinen aus. Dabei ist besonders Google wichtig für die Zugriffe auf jedes Medienangebot, egal ob Online-Tageszeitung oder Blog. Update: Wie in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde, bietet Google ein Programm an, mit dem man Bezahlinhalte indizieren und über Google zugänglich machen kann. Fehlen dann aber immer noch die übrigen Suchmaschinen. /Update
2. Kein Sharing
Inhalte, die erst nach Bezahlung zugänglich sind, werden nicht von den Lesern im Web verteilt. Dabei ist das Sharing, das Verteilen und Verbreiten der Inhalte direkt von den Lesern wichtig und wird immer wichtiger. Social Media als Traffic-Lieferant wird immer wichtiger.
Nachrichten allein sind nicht so wichtig für die Leute. Sie wollen außerdem in der Lage sein, diese Nachrichten verbreiten zu können. Nimm ihnen diese Möglichkeit, und du verringerst den Wert deiner Inhalte.
3. Außerhalb der globalen Diskussion
Bezahl-Inhalte sind von der globalen Diskussion ausgeschlossen. Keine Links von Blogs, kein Weiterverbreiten von Lesern, keine Indizierung durch Google und co. Wer soll die Inhalte finden? Wer soll sie konsumieren? Nicht nur fehlen die Links zu den einzelnen Artikeln und die Weiterverbreitung durch die eigenen Leser, auch fehlen langfristig Links auf das Angebot selbst. Je mehr Google-Juice verloren geht, desto mehr verschwindet das Angebot in der Bedeutungslosigkeit.
4. Kein Wachstum
Die ersten drei genannten Auswirkungen führen direkt zu Nummer vier:
Keine neuen Leser, kein Wachstum. Wer für seine Inhalte Geld verlangt, wird in der Regel nicht mehr wachsen und auf dem Status Quo hängen bleiben. Wer mir nicht glaubt, kann den sehr interessanten Erfahrungsbericht von Cecil Adams von Straight Dope lesen. Wie sollen auch neue Leser von den Angeboten hören? Und wenn sie davon hören, wie sollen sie wissen, dass das Angebot es wert wäre, dafür zu bezahlen? Und wenn es das für sich selbst wäre, was nützt es ihnen, wenn sie es nicht mit ihren Freunden online teilen können?
Schlimmer noch als eigenes Null-Wachstum ist folgendes: Wer für seine Inhalte Geld verlangt, schließt sich selbst vom Markt aus und öffnet seinen Konkurrenten Tür und Tor.
Die üblichen Einwände:
Es funktioniert beim Wall Street Journal!
Es gibt Ausnahmen, bei denen Bezahlinhalte funktionieren. Das Wall Street Journal (WSJ) gehört dazu. Es bietet zum einen wichtige, geschäftsrelevante Informationen, die oft kein anderer Konkurrent anbietet, zum anderen handelt es sich um Informationen, die die Konsumenten natürlich nicht mit anderen teilen wollen.
Vom WSJ auf die New York Times, die FAZ oder die SZ zu extrapolieren und zu behaupten, diese können doch auch für ihre Inhalte Geld verlangen weil die Leute für das WSJ bezahlen, ignoriert komplett die verschiedenen Ausgangslagen:
NYT, FAZ und co. sind zwar auch im Nachrichtengeschäft. Ihre Situation hängt aber von den oben besprochenen Faktoren ab und ist damit grundsätzlich anders als die des WSJ (und selbst das WSJ kann langfristig in Bedrängnis geraten, wenn Konkurrenten einen Weg finden, vergleichbare Informationen kostendeckend ohne Bezahlung zur Verfügung zu stellen).
Was das WSJ zeigt ist, dass man durchaus Inhalte finden kann, für die man Geld verlangen kann. Reguläre Nachrichten und Kolumnen (wie etwa beim vor einiger Zeit wieder aufgegebenen New York Times Select) gehören nicht dazu.
Als Faustregel: Alles, was davon profitiert, wenn Menschen darüber reden, diskutieren und es verbreiten wollen, wird durch direkte Bezahlung online abgewertet.
Menschen bezahlen für Qualität, oder?
Oft hört man das Argument, dass man nur Qualität anbieten muss, dann werden die Konsumenten auch bezahlen. Heutige Angebote seien eben minderwertig, dafür wolle niemand bezahlen.
Der erste Fehler dabei: ‘Qualität’ ist keine absolute Größe. Abgesehen davon, dass es eine subjektive und nicht quantifizierbare Größe ist, ist Qualität eine relative Aussage.
Was heißt das? Qualität wird immer im Verhältnis gesehen. Qualitativ hochwertig ist, wenn etwas ‘besser’ als das Konkurrenzangebot ist.
Bei der Milchmädchenrechnung “Menschen bezahlen für Qualität” im Zusammenhang mit Online-Nachrichten wird nun komplett die Konkurrenzsituation im Netz ausgeblendet. Denn in dem Moment, in dem ein Konkurrent ein qualitativ ebenbürtiges Angebot kostenlos zugänglich anbietet, hat der Anbieter mit den Bezahlinhalten verloren. Für reguläre Nachrichten, Meinungen und selbst Analysen wie man sie auf netzwertig.com findet, wird es immer Anbieter geben, die diese kostenlos anbieten.
Anders ausgedrückt: Je mehr Medienangebote für ihre Nachrichten Geld verlangen würden, desto größer und verlockender wird der Markt für einen kostenfreien Zugang zu den Nachrichten.
Verlangen mit einem Mal alle Online-Angebote außer SPON in Deutschland Geld für ihre Inhalte, könnte man in der SPON-Kantine vor Lachen keinen Happen mehr essen.
Solang es einen Anbieter gibt, der seine Nachrichten kostenfrei anbietet, lohnt es sich für niemanden, dafür Geld zu verlangen. Und es wird immer einen geben.
Aber was ist nun mit investigativen Geschichten? Werden die Menschen nicht für Reportagen, für Exklusives, für das Aufdecken von Missständen bezahlen?
Hier ist das Problem: Je interessanter, je wichtiger, je welterschütternder eine Nachricht ist, desto mehr drängt diese auf maximale Verbreitung. Wenn lokale Tageszeitung XY hinter ihrer Paywall über Schmierungen des Oberbürgermeisters berichtet, ist die konkurrierende lokale Tageszeitung 08/15 dann nicht verpflichtet, zumindest den groben Sachverhalt zu berichten?
Würde die SZ einen weiteren Bahn-Skandal aufdecken, den Artikel online aber nur gegen Bezahlung zugänglich machen, hätte tagesschau.de dann kein Recht darauf, darüber zu berichten?
Das ist sozusagen das journalistische Äquivalent zum Nachrichtenverbreitenwollen der Leser (selbiges kommt hier ebenfalls noch dazu).
Und wenn alle anderen über diese Entdeckungen berichten, bekommen die die Aufmerksamkeit, die frei zugänglich sind. Sollte man dann seine investigativen Errungenschaften nicht auch gleich zugänglich machen, um die entsprechende Öffentlichkeit für die eigene Arbeit zu erhalten?
Und damit schließt sich der Kreis.
Je wichtiger eine Information für die Allgemeinheit, desto freier will sie sein. Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Das ist simple, ökonomische Realität.
Und wenn sich alle zusammenschließen und gleichzeitig dicht machen?
Was aber nun, wenn alle Verlage sich an einen Tisch setzen und gemeinsam beschließen, die Türen zu schließen und für die eigenen Inhalte Geld zu verlangen? Das Kartellrecht hätte da sicher etwas mitzureden. Aber nehmen wir an, die Regierung ändert das Kartellrecht speziell für Verlage, damit sie online ihre eigenen Preise setzen können (was zwar absurd, aber nicht unwahrscheinlich ist).
Es reicht ein Verlag, beziehungsweise ein Anbieter, der dem hypothetischen Paywall-Konsortium nicht beitritt und seine Nachrichten weiterhin kostenlos anbietet. Wachstumsraten in ungeahnten Größenordnungen wären ihm sicher. Größenordnungen, die eine Refinanzierung ermöglichen würden. Die Gründe dafür findet man oben. Immerhin wäre dieses Angebot innerhalb kürzester Zeit das größte seiner Art, und damit sehr attraktiv für die Werbetreibenden. Dass so ein Zusammenschluss nicht funktionieren würde, lässt sich auch mit dem guten alten Spieltheorie-Prinzip des Gefangenendilemmas erklären: Selbst unter der Annahme, dass nur die wenigen großen Anbieter eine Rolle online spielen, kann so eine Übereinkunft nicht funktionieren, weil der einzelne, der aus der Rolle tanzt sich immer besser stellt.
Von Blogs als Konkurrenten haben wir in diesem Zusammenhang noch gar nicht gesprochen. Die Betreiber von professionellen Blogs und anderen Online-Medienangeboten, die nicht zu den großen etablierten Verlagen gehören, die ihre Printerzeugnisse in das Internet 1:1 übertragen wollen, hätten mit einem sich vom Markt ausschliessenden Bezahl-Konsortium die Zeit ihres Lebens.
Fazit
Natürlich müssen Nachrichtenangebote auch online für etwas Geld verlangen. Die entscheidende Frage ist nur, wofür. Für den Zugang zu den Nachrichten selbst Geld zu verlangen, ist keine gute Idee. Es ergibt ökonomisch keinen Sinn.
Die Debatten über Bezahlinhalte als Rettung für den Journalismus sind Zeitverschwendung.
Jun
21
Immer mehr Europäer nutzen TV und Internet parallel - das ergibt die Studie “Media Multi-Tasking 2009″ der European Interactive Advertising Association (EIAA). In Deutschland surft knapp jeder Fünfte beim Fernsehschauen gleichzeitig im Netz (19%). Der Prozentsatz ist seit 2006 um 12% gestiegen. Am liebsten nutzen die deutschen Multi-Tasker der EIAA zufolge Online-Netzwerke (45%) und Instant-Messaging-Dienste (41%). Das gilt auch für unterwegs: 22% der Parallelnutzer surfen bereits regelmäßig über das Handy. Zudem kaufen sie öfter im Internet ein (12 versus 8 Einkäufe) und geben dabei 10% mehr Geld aus, so die Studie. Multi-Tasking ist besonders in der Altersgruppe 16 bis 24 Jahre beliebt - 30% der Parallelnutzer befinden sich in dem Alter, 22% sind zwischen 25 und 34 Jahren alt. Laut Alison Fennah, Executive Director der EIAA, betonen die Ergebnisse “die notwendige Einsicht für Werbetreibende, dass Medien nicht isoliert funktionieren und nicht länger getrennt voneinander betrachtet werden dürfen. Die EIAA ist der Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter und Technologiedienstleister. Die Studienergebnisse basieren auf 9.095 Interviews vom September 2008.
Mrz
22
Krise? Die Jugend auf Sparkurs
März 22, 2009 | Leave a Comment
Österreichs Jugendliche geben weniger Geld für Alkohol, Zigaretten und Weggehen aus. Das Freizeitverhalten habe sich verlagert – weg von Lokal- und Kinobesuchen hin zum Internet.
Wien. Jung und unbeschwert? Von wegen. Auch Österreichs Jugendliche spüren die Auswirkungen der schlechten Wirtschaftslage. Und reagieren – brav und besonnen. Statt trotzig gegen die Krise anzufeiern, hat sich die Jugend offenbar einen Sparkurs verordnet. Bausparvertrag statt Party sozusagen.
Dieses Bild bietet sich, wenn man einen Blick in die aktuelle „Timescout“-Studie der Trendagentur tfactory wirft, für die tausend österreichische Jugendliche und Erwachsene zwischen elf und 39 Jahren befragt wurden. Egal ob mit elf, 20 oder 25: Die jungen Menschen haben mehrheitlich das Gefühl, weniger Geld zur Verfügung zu haben als noch vor einem Jahr – und achten daher genauer darauf, wofür sie es ausgeben. Einer der Gründe: Viele, die in viel zitierten prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig waren, dürften ihre Jobs verloren haben, dazu kommt die allgemeine Teuerung.
Gespart wird vor allem bei Ungesundem: Im Schnitt geben Jugendliche derzeit 25,4% ihres (Taschen-)Geldes für alkoholische Getränke aus. Das klingt zwar immer noch nach ziemlich viel, ist aber deutlich weniger als vor fünf Jahren (30,6%). Auch auf das Rauchen wird aus Spargründen immer öfter verzichtet, wie die Studie zeigt. Gespart wird auch ganz klassisch: Fast ein Drittel des verfügbaren Geldes (32,8%) legt der durchschnittliche Jugendliche auf ein Sparbuch.
Generell verzichten die Jugendlichen zunehmend auf Partys und auf das Weggehen, „das hat“, sagt der Jugendforscher Philipp Ikrath, einer der Autoren der Studie, „aber nicht nur mit der Wirtschaftskrise zu tun. Das ist ein Trend, den wir seit mehreren Jahren beobachten“.
Das Freizeitverhalten habe sich verlagert – weg von Lokal- und Kinobesuchen hin zum Internet. „Das heißt aber nicht, dass die alle zuhause vor dem Computer sozial verarmen, sagt Ikrath. Freunde trifft man heute oft in den Online-Communitys (siehe unten stehenden Artikel). Ikrath: „Vielleicht machen sie heute mehr mit ihren Freunden, als das in der Zeit vor dem Internet möglich war. Nur eben online.“
Dass die jungen Menschen weniger ausgehen, habe aber nicht nur mit Geldsorgen zu tun, so Ikrath. „Jugendliche erzählen uns immer wieder, dass sie das Ausgehen auch aus schulischen Gründen nicht mehr leisten wollen.“ Brav daheim, damit der Schulerfolg stimmt? „Die Jugendlichen“, sagt Ikrath, „denken extrem vernünftig.“ Zukunftsängste, die schlechten Jobaussichten, die Frage nach der richtigen Ausbildung: Das alles beschäftigt die derzeitige Generation Jugendlicher schon länger. Insofern, sagt Ikrath, habe die Krise kein Umdenken bewirkt, sondern die Lage „zusätzlich verschärft“.
Wie die „Timescout“-Studie zeigt, investieren Jugendliche ihr Geld vermehrt in Kleidung und Kosmetika – und zwar Mädchen wie Buben. Auch da schwingt das Prinzip der Leistungsgesellschaft mit: „Sie sehen den eigenen Körper als wichtige Ressource, der nicht nur in sexueller Hinsicht attraktiv sein soll.“ Sie wissen, dass ein gepflegtes Äußeres, ein trainierter Körper, Leistungsbereitschaft und Disziplin symbolisieren. Der Trend, das eigene Geld in Körperpflege zu investieren, zeigt sich sogar bei den ganz Jungen: Fast jeder Dritte (30,8%) der unter 14-Jährigen gibt „sehr viel“ oder „eher viel“ für Kosmetik aus.
Was wurde aus den Krocha?
Die Krise dürfte einen weiteren Trend verstärken: Junge Menschen sind heute vorrangig mit dem eigenen Weiterkommen beschäftigt. An große, gesellschaftliche Veränderungen denken sie nicht. So sind auch die meisten Jugendszenen weitgehend ideologiefrei. Der Computerszene fühlen sich die meisten zugehörig (siehe Grafik), gefolgt von der „Öko/Alternativ“-Szene, mit der sich vor allem junge Mädchen identifizieren. Zu den angesagtesten Szenen zählen die Jungen übrigens die „Krocha“. Letztere seien zwar aus der (medialen) Wahrnehmung verschwunden. Es gebe sie aber noch immer, so Ikrath. Die Bekanntheit der solariumgebräunten typischen Unterschichtgruppe mag groß sein – dazu gehören will aber kaum jemand: Nur 1,7% der Elf- bis 29-Jährigen bezeichnen sich als „Krocha“.
20.03.2009 | 18:38 | MIRJAM MARITS (Die Presse)
Mrz
18
Yahoo’s “Latitude” mit Facebook
März 18, 2009 | Leave a Comment
Konkurrenzangebot zu Google Latitude kommt ohne Mobile-Version
Yahoo hat einen neuen “Freundfinder”-Service als Facebook-Applikation gestartet. Ähnlich wie Google Latitude lässt sich mit der Yahoo-Personenortung “Friends on Fire” der Aufenthaltsort von Freunden ermitteln bzw. der eigene aktuelle Standort bekannt geben. Während das Google-Konkurrenzprodukt basierend auf einer eigens entwickelten Technologie für sich allein existiert, werden bei Friends on Fire jedoch verschiedene Services miteinander kombiniert.
Dienste werden verknüpft
Yahoos bestehender Dienst “Fire Eagle”, der den jeweiligen Aufenthaltsort einer Person feststellen und übermitteln kann, wird mit dem Social Network Facebook verknüpft, worüber Freunde identifiziert und die Erlaubnis für die Personenortungs-Applikation angefragt werden können. “Die Fire-Eagle-Applikation für Facebook “Friends on Fire” ist am 13. März gestartet und für alle Facebook-Nutzer weltweit verfügbar”, so eine Yahoo-Sprecherin auf Nachfrage.
Vorerst ohne mobile Version
Ein entscheidendes Manko der Yahoo-Personenortung ist jedoch, dass eine mobile Version bislang fehlt. Damit dürfte Google Latitude bis auf weiteres im klaren Vorteil sein, denn gerade bei Services wie einer Personenortung kommen Handys und mobile Geräte häufig zum Einsatz. Fire Eagle bezieht keine GPS-Informationen, sondern basiert auf WLAN-Punkten und Adressen, die bei anderen Diensten selbst eingetragen wurden. Wie CNN berichtet, soll Yahoo bereits über eine mobile Version nachdenken. “Wir sind an einer Mobile-Site interessiert, bringen zu diesem Zeitpunkt aber keine heraus”, sagt Tom Coates, Verantwortlicher für Fire Eagle. Gegenwärtig gebe es bereits fünf iPhone-Apps, die von unabhängigen Entwicklern gebastelt wurden und im iTunes-App-Store verfügbar seien, so die Yahoo-Sprecherin.
Datenschutz
Ähnlich wie bei Google Latitude wirft sich auch bei der Yahoo-Personenortung eine Reihe von Fragen zum Thema Privatsphäre und Datenschutz auf. Kritiker solcher Services befürchten, dass die Unternehmen noch mehr persönliche Daten zu ihren Zwecken sammeln könnten oder die Tools für heimliche Stalker-Angriffe missbraucht werden. Daher will Yahoo, gleichermaßen wie der Konkurrent, möglichst transparent machen, wie und welche Daten bei dem Dienst übermittelt werden. “Generell gilt bei Fire Eagle, dass der Aufenthaltsort mit anderen geteilt, aber auch nur für ausgewählte Nutzer des Vertrauens freigeschaltet werden kann”, heißt es seitens Yahoo. Der Nutzer entscheide bei Friends on Fire im Rahmen von Facebook explizit über Updates und Ortsinformationen.
Verstecken und löschen jederzeit möglich
Um den Ortungsdienst in Gang zu setzen bzw. die Facebook-Applikation zu aktiveren, muss zunächst Fire Eagle autorisiert werden. Im zweiten Schritt kann der User dann bestimmen, wie viel bzw. welche Informationen im Detail mit anderen geteilt werden sollen. Außerdem kann festgelegt werden, dass Friends on Fire eigenständig den Aufenthaltsort ermittelt. Nach diesen Einstellungen listet die Facebook-Applikation schließlich alle Freunde aus dem sozialen Netzwerk auf, die Friends on Fire bereits nutzen. “Es ist jederzeit möglich, sich zu ‘verstecken’ und ebenso, die Information über sich selbst zu löschen”, so die Yahoo-Sprecherin abschließend. (pte)
Mrz
17
SAP am iPhone
März 17, 2009 | Leave a Comment
In der zweiten Hälfte 2009 sollen die ersten Produkte fertig sein. Neben dem iPhone kommen auch Varianten für Windows Mobile und BlackBerry. SAP will damit auch im Handymarkt Fuß fassen.
Das iPhone wird seinen Anspruch, ein vollwertiges Businesshandy zu sein, demnächst noch besser verteidigen können. Gemeinsam mit den ebenfalls auf Unternehmen spezialisierten Sybase will SAP seine Business Suite zum ersten Mal für das iPhone, Windows Mobile, BlackBerry und noch weitere Mobilgeräte auf den Markt bringen. Die ersten Produkte sollen in der zweiten Jahreshälfte 2009 erhältlich sein.

Mit den speziell entwickelten Anwendungen wollen SAP und Sybase Firmenmitarbeitern zum Beispiel jederzeit Zugriff auf SAPs Kundenmanagement-System CRM geben. Ziel sei es, von jedem Ort aus die Möglichkeit zu haben, die vollen Unternehmensressourcen zu nutzen. Sybase wird dafür verantwortlich sein, die komplexe Business-Software von SAP auf Smartphone-Kapazitäten “herunterzuschrumpfen”.
11.03.2009 | 17:49 | (DiePresse.com)
Feb
28
Merkel verspricht schnelle Internetanschlüsse für alle bis 2011
Februar 28, 2009 | Leave a Comment
Bis 2014 soll Übertragungs-Geschwindigkeit gesteigert werden - Kanzlerin äußert sich vor der Cebit
Bis Ende 2010 sollen alle deutschen Haushalte Zugang zu einem schnellen Internetanschluss haben. Dies betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag mit Blick auf die Cebit nächste Woche. Bis 2014 sollen zudem drei Viertel der Breitbandanschlüsse auf superschnelle Geschwindigkeit gebracht werden, wie die Kanzlerin ankündigte.
Schon heute haben nach Merkels Angaben 98 Prozent der Haushalte die Möglichkeit, einen Breitbandanschluss zu bekommen. In 600 Gemeinden mit 730.000 Haushalten fehlen die technischen Voraussetzungen aber noch.
Merkel sagte in ihrer wöchentlichen Internet-Botschaft: “Um die Möglichkeiten neuer Computer nutzen zu können, brauchen wir die richtigen Anschlüsse, das heißt Breitbandanschlüsse.” Die Bedeutung der schnellen Datenverbindungen verglich Merkel mit dem Anschluss ans Stromnetz oder an die Wasserversorgung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Von einer flächendeckenden Versorgung hänge auch die Zukunft der ländlichen Räume ab.
Das Ziel einer Breitbandversorgung auch auf dem Land hatte bereits der sogenannte IT-Gipfel Ende vergangenen Jahres ausgegeben. In den Konjunkturprogrammen hatte Merkel dies zur Priorität erklärt.

Nun bekräftigte sie, dass es für den Ausbau staatliche Fördermittel gebe, zum Beispiel für die Verlegung von Leerrohren als Voraussetzung für die Anschlüsse. Um die letzten Winkel des Landes zu erreichen, sollen zudem freiwerdende Rundfunkfrequenzen zur schnellen Datenübertragung genutzt werden.
Auf Dauer reichten Breitbandanschlüsse mit einer Übertragungsrate von einem Megabit pro Sekunde allerdings nicht aus, betonte Merkel. Neue Anwendungen erforderten weitaus höhere Übertragungsraten. Deshalb habe sich die Bundesregierung vorgenommen, es bis 2014 drei Vierteln aller Haushalte zu ermöglichen, 50 MBit-Anschlüsse zu erhalten.
Um die Telekommunikations-Unternehmen zum Investieren zu bringen, will Merkel ihnen Gewinne sichern. Die Regulierung der Märkte sei “so zu gestalten, dass dies für private Investoren auch rentabel ist”, meinte die Kanzlerin. Dies werde Thema von Gesprächen mit der EU-Kommission auf dem EU-Rat im März. (APA/AP)
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