Archive for the 'ICT' Category

Warten auf den Online-Boom

Freitag, Oktober 31st, 2008

Die verheißungsvolle Geldquelle Internet-Werbung sprudelt nach Ansicht führender deutscher TV-Sender, Verlagshäuser und Online-Anbieter bisher nur verhalten.

“Die Wachstumsraten waren in den vergangenen Jahren nicht so hoch, wie wir das erwartet haben”, sagte der für das Deutschland-Geschäft des Gruner+Jahr-Verlags zuständige Vorstand Bernd Buchholz am Freitag beim Online-Gipfel “Digital Advertising” auf den 22. Münchner Medientagen.

Zwar stiegen die Nutzung des Internets und auch die Werbeausgaben, der Wandel vollziehe sich aber nur in kleinen Schritten.

Erst 20 Prozent der Budgets online
Wie aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hervorgeht, soll sich der Anteil der elektronischen Werbung in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln.

Bis 2015 könnte knapp die Hälfte der Werbebudgets in diesen Bereich fließen. Derzeit sind es der Studie zufolge gerade einmal rund 20 Prozent. Im Gegenzug sollen die Ausgaben für Werbung in den klassischen Medien wie Zeitungen, Fernsehen und Radio zurückgehen.

Keine Panik vor der Krise
Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise biete der Medienbranche bei allen Sorgen auch Perspektiven, sagte der Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages, Karl Ulrich. “Man muss hier die Panik rausnehmen. Ich sehe die Möglichkeit, jetzt Dinge auszuprobieren, die wir in der Vergangenheit nicht versucht haben.”

Chance für klassische Medien
Anlass zur Sorge bestehe aber trotzdem nicht, betonte der Vertriebschef von ProSiebenSat.1, Klaus-Peter Schulz. Schließlich müssten die Werbeumsätze den klassischen Medien nicht zwangsläufig verloren gehen.

Vielmehr bestehe hier für Zeitungen und Fernsehsender die Chance, Werbung auf die eigenen Websites umzuleiten. Anders als in klassischen Medien dürfte im Internet künftig aber weniger die Reichweite als die Werbewirkung bei einer bestimmten Kundengruppe für die werbenden Unternehmen im Mittelpunkt stehen.

Werberelevanz der Portale
Der viel beschworene Maßstab der Page Impressions, also die Zahl von Klicks auf eine Seite, sei kein vernünftiger Gradmesser für die Werberelevanz einer Seite, sagte Buchholz. Soziale Netzwerke wie Facebook und studiVZ hätten zwar vergleichsweise hohe Raten, für Werbebotschaften eigneten sie sich aber nur bedingt. “Es ist völlig irre, studiVZ mit Spiegel Online zu vergleichen. Wir tun das aber noch.”

Infrastrukturpolitik richtig verstanden

Montag, Oktober 20th, 2008

Frankreich will laut FutureZone mit Milliardeninvestitionen das Land flächendeckend mit Hochgeschwindigkeitsinternet-Zugängen versorgen.

Paris will zudem die Diskussion über das Monopol der vom US-Handelsministerium beaufsichtigten Organisation ICANN für die Verwaltung des weltweiten Datennetzes neu aufrollen. “Das Internet ist jetzt eine lebenswichtige, weltweite Infrastruktur von allgemeinem Interesse und muss als solche behandelt werden”, sagte Staatssekretär Eric Besson am Montag in Paris.

Insgesamt 154 Maßnahmen sollen Frankreich an die Weltspitze der Internet-Nationen führen. Das Projekt wird mit den Straßenbau-Vorhaben der 30er Jahre zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise verglichen.

Zehn Milliarden für Glasfasernetze
Alleine zehn Milliarden Euro will Paris in Glasfasernetze investieren. “Jeder Franzose, wo immer er wohnt, wird ein Anrecht auf Hochgeschwindigkeitsinternet für weniger als 35 Euro haben”, sagte Besson.

Ende 2011 sollen alle Franzosen zudem Zugang zu 18 digitalen, über Antenne empfangbaren TV-Programmen haben. Die Frequenzen des analogen Fernsehens sollen unter anderem für schnelle Internet-Dienste genutzt werden.

Frankreich will dabei eine europäische Abstimmung der Frequenznutzung für industriepolitische Zwecke. Vorbild ist die Förderung des Mobilfunks vor 20 Jahren.

Dieser Artikel ist ein weiterer Beleg dafür: die öst. Besonderheit bzgl. der Vielzahl an mobilen Internetmodems und dem dahingehenden massivem Wettbewerb ist ein einziges Armutszeugnis für die österreichische Infrastrukturpolitik der letzten Jahre.

AK: Mobiles Breitband langsamer als beworben

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Das Durchschitts-Tempo von mobilem Breitband-Internet liegt weit unter den Höchstwert-Angaben der Anbieter. A1 schnitt in dem Arbeiterkammer-Test am besten ab.

Datenraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde versprechen Anbieter von mobilem Breitband. In der Praxis erreicht man an den meisten Orten beim Herunterladen von Dateien kaum mehr als 1,0 Megabit pro Sekunde. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeiterkammer im Rahmen eines Tests in vier Hauptstädten und fünf Landgemeinden.

Getestet wurde die Übertragungsgeschwindigkeit beim Herunterladen von 1,5 und 5 Megabyte großen Dateien. Die Angabe der theoretischen Übertragungsraten von 3,6 beziehungsweise 7,2 Megabit pro Sekunde wurde dabei um rund 72 Prozent unterschritten. Getestet wurde in Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Graz und fünf Landgemeinden mit weniger als 3000 Einwohnern.

Von den Anbietern wurden bei A1 noch die besten Raten erziehlt, heißt es in einer Aussendung der Arbeiterkammer. Danach kamen Drei, Tele.Ring, T-Mobile und Orange - Yesss bildete das Schlusslicht.

Endlich einmal wird aufgezeigt: Mobiles Breitband ist kein Breitband! Die mobile Version hat mit Breitband etwa so viel zu tun, wie ein Telefonmodem mit DSL. Dementsprechend bleibt zur Verhinderung des “digital divide” der Ausbau des festen Breitbands in den ländlichen Gebieten absolute Priorität (s. “Web 2.0 und der digital divide”).Meiner Meinung das schwerwiegendste Versagen von Herrn Faymann als unserem Infrastrukturminister, und wohl Kanzler in spe. Hauptsache wir haben wieder ein paar Tunnels mehr…

Google fordert “globalen Datenschutz”

Freitag, September 14th, 2007

Der wegen seiner Sammlung von Nutzerdaten in die Kritik geratene Suchmaschinenbetreiber Google macht sich laut FutureZone für weltweit gültige Standards beim Datenschutz stark und fordert einen koordinierten Ansatz durch die Vereinten Nationen.

“Drei Viertel aller Länder weltweit haben bislang überhaupt keine Datenschutzregeln”, sagte Google-Manager Peter Fleischer am Freitag auf einer Konferenz der UNO-Kulturorganisation UNESCO in Straßburg zum Thema Internet-Ethik.

Die bisherigen Richtlinien in Europa und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] stammten fast alle aus einer Zeit, als das Internet quasi noch keine Rolle gespielt habe.

“Koordinierter Ansatz”
Fleischer betonte, der Mangel an Datenschutzstandards schade den Verbrauchern. “Er führt zum effektiven Verlust des Schutzes der Privatsphäre.” Fehlende oder unklar formulierte Datenschutzbestimmungen hemmten aber auch die Wirtschaft.

“Woher weiß ein Unternehmen, insbesondere wenn es weltweit tätig ist, welche Datenschutzstandards auf den vielen verschiedenen Märkten nun gelten?” Deshalb fordere Google jetzt einen “neuen, besser koordinierten Ansatz beim Datenschutz durch die internationale Gemeinschaft”.

Die jüngsten Initiativen der Vereinten Nationen und des Asian-Pacific-Economic Cooperation Forum böten derzeit die besten Ansatzpunkte, um beim globalen Datenschutz voranzukommen.

Kritik an Google
Google war von Kritikern in der Vergangenheit häufig vorgeworfen worden, zu wenig Wert auf den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer zu legen.

Im vergangenen Juli hatte der weltweit führende Internet-Suchanbieter auf die Kritik reagiert und die Speicherfristen seiner im Netz gesammelten Daten von 31 Jahren auf 18 Monate verringert. Datenschützer begrüßten das. Sie forderten jedoch eine weitere Verkürzung der Speicherfrist von Nutzerdaten.

Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us

Mittwoch, September 12th, 2007

AIM: Zahl der Internetnutzer weiter im Steigen

Dienstag, September 11th, 2007

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral erhebt seit 1996 regelmäßig auf Basis von 12.000 telefonischen Interviews (CATI) pro Jahr (3.000 pro Quartal) den Austrian Internet Monitor-Consumer (AIM-C) und liefert somit Informationen über die Nutzung und die Entwicklungsperspektiven des Internets. Die Untersuchung zeigt, dass 68 Prozent – und somit mehr als zwei Drittel der Österreicher über 14 Jahre - bereits das Internet nutzen. Dies entspricht 4,61 Mio. Personen in Österreich. Die Geschlechterverteilung sieht derart aus, dass der Männeranteil bei 77 Prozent liegt, der Frauenanteil bei 60 Prozent. Dies bedeutet einen Zuwachs bei den Männern um 11 Prozent, bei den Frauen um sechs Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2006.

Hinsichtlich der Internetnutzung hat sich bezüglich der Reihung nichts verändert. Nach wie vor liegt das Versenden bzw. Empfangen von privaten E-Mails in der Nutzung an erster Stelle (82 Prozent), gefolgt vom Zugriff auf aktuelle Nachrichten und Informationen (65 Prozent) und der Suche nach Adressen und/oder Telefonnummern (62 Prozent). Die Entwicklung des Online-Shoppings zeigt deutliche Zuwächse (44 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr (39 Prozent).

Eric Schmidt über Web 2.0 und seine Zukunft

Sonntag, August 5th, 2007

Deutsche Telekom steigt bei Jajah ein

Dienstag, Juni 5th, 2007

Laut Handelsblatt hat sich die Deutsche Telekom über ihren T-Online Venture Fund am Internet-Telefonunternehmen Jajah beteiligt. Der Anteil der Telekom liege „unter fünf Prozent“, sagte Jajah-Mitgründer Roman Scharf. Bereits im April hat sich der Chip-Konzern Intel an Jajah beteiligt. Bei Jajah gibt der Nutzer per Webseite oder Smartphone seine und die Telefonnummer der Gesprächspartner ein. Jajah baut dann zu beiden Seiten eine Verbindung auf, bei der nur Kosten für zwei Gespräche im Ortsnetz anfallen. Größter Konkurrent in dem Geschäftsfeld ist der Ebay-Telefon-Dienst Skype. „Die Kommunikationsangebote entwickeln sich sehr dynamisch“, so Andreas Kindt, Vorstandmitglied T-Com IT: „Das Investment passt in unsere Strategie ‚Focus, fix and grow’.“

Analysten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren der gesamte Telefonverkehr über Datenleitungen abgewickelt wird. ProSiebenSat.1 bietet bereits seit vergangenem Jahr auf der Plattform Sat1.de den Jajah-Service an.

Intel investiert in Jajah

Freitag, Mai 11th, 2007

Laut dem offiziellen Jajah Blog erhält der Voip-Anbieter Jajah 20 Millionen US-Dollar Risikokapital. Intel Capital, die Beteiligungsgesellschaft von Intel Corporation, führt die Finanzierungsrunde. Wer die weiteren Investoren sind, wurde nicht bekannt.

Intel verknüpft die Investitionen mit einer strategischen Zusammenarbeit: Intel und Jajah wollen in Zukunft bei Marketing und Produktenwicklung zusammenarbeiten. Zudem soll die Jajah-Technologie in Intel-Lösungen integriert werden. “Wir verfolgen das Ziel, zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln, die in mobilen und stationären Computern und Kommunikationsgeräten jeglicher Form und Grösse optimiert und integriert werden können”, erklärte Jajah-Mitgründer Roman Scharf.

Jajah gab überdies bekannt, dass Jeff Baeth per sofort das Amt des CFO übernimmt. Baeth arbeitete zuvor bei Verisign, Adobe und KPMG.

Jajah wurde von den beiden Österreichern Mattes und Roman Scharf entwickelt und im Februar 2006 auf den Markt gebracht.

Internetnutzung in Österreich

Freitag, Mai 11th, 2007

Martin Bredl exzerpiert in seinem Blog die Ergebnisse des AIM 1. Quartal 2007. Inertessant insb. die Ergebnisse zu Social Media:

7% der österreichischen Internetuser (316.400) haben schon Videos ins Netz gestellt und tragen somit zur Exaflut bei.

4% (180.800) habe es sogar geschafft auf Wikipedia einen Beitrag zu veröffentlichen.
Weiteres über Social Media im AIM:

Quelle: AIM Q1 2007

3% der österreichischen Internetuser schreiben Blogs. Bei 4.520.000 Internetusern ergibt das 135.600 Blogger.

Mehr als doppelt so viele Internetuser lesen Blogs: 316.400. Laut Martin Bredl ist das die erste Erhebung in Österreich, die detailliert darstellt, wie viele Internetuser tatsächlich Blogs schreiben. Im 3. Quartal 2006 kannt man aus dem AIM lediglich lesen wie viele Internetuser sich mit Blogs beschäftigen. Das waren damals 7%.