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An den Machern der Dickschiffe unter den Online-Medien perlt die Wirtschaftskrise weitgehend ab. Die düsteren Prognosen in Sachen Werbespendings jagen ihnen kaum Angst ein.

Und plötzlich mutiert ein Nachteil zum Vorteil: Gerade weil der Anteil der Online-Werbespendings an den Gesamtwerbeausgaben in Österreich noch weit hinter jenen in anderen europäischen Märkten hinterherhinkt und gerade weil eben Online-Werbung noch so ein zartes Pflänzchen ist, lassen sich die Vermarkter heimischer Online-Medien selbst von den düsteren wirtschaftlichen Prognosen für die Gesamtwirtschaft im heurigen Jahr nicht ins Bockshorn jagen. Die Vorzeichen stehen nämlich trotz Finanz-, Wirtschafts- und Medienkrise auf Wachstum. Selbst die übelsten Pessimisten gehen nicht davon aus, dass der Anteil der Online-Werbung am Gesamtwerbekuchen abnimmt. Im Gegenteil: Heuer wird in Österreich (auch relativ) mehr in Online-Werbung investiert als je zuvor.

DiePresse.com: In der Krise liegt eine Chance

„Unsere Entwicklung in der ÖWA zeigt, dass wir im vergangenen Jahr die Unique Clients im Jahresschnitt um 62,7 Prozent gesteigert haben und uns damit ins vordere Feld der Online-Dienste katapultiert haben“, resümiert
Sylvia Dellantonio, Geschäftsführerin von Die Presse Digital. Ihr Fazit für 2008: „Insgesamt ist das Jahr für uns sehr gut verlaufen.“ Auch wirtschaftlich: „Beim Umsatz haben wir nach einem sensationellen Jahr 2007 im Vorjahr zwar ebenfalls Zuwächse verzeichnet, die Kurve wurde aber etwas flacher.“ Ob die Kurve heuer weiter verflacht, wird sich noch weisen: „Das Jahr 2009 ist mehr denn je von Abwarten geprägt, insofern ist eine Einschätzung schwieriger denn je. Wir gehen aber davon aus, dass es auch das Jahr der vielen neuen Chancen sein wird. Jeder ist gezwungen, alles zu überdenken – und davon kann die Online-Branche nur profitieren.“
Inhaltlich hat sich auf der Website der Styria-Tageszeitung im abgelaufenen Jahr eine ganze Menge getan, wie Peter Krotky,
Geschäftsführer und Chefredakteur von Die Presse Digital, zu erzählen weiß: Vom Gesundheits-Channel, diversen Desktop-Tools, einem Uhren-Ressort, dem Ausbau des Wetter-Ressorts und dem Start erster Blogs in der ersten Jahreshälfte über die Implementierung alter „Presse“-Ausgaben der Nationalbibliothek und eine Mobilversion der Zeitung bis zum
„Kanzlomaten“ rund um die Nationalratswahl, einem Stellenmarkt-Teil und der Online-Entsprechung des Supplements „Schaufenster“ gibt es viele neue Features auf diepresse.com. 2009 sollen weitere folgen. Noch gibt sich Krotky allerdings zugeknöpft: „Man darf gespannt sein.“ Vermarktungstechnisch haben sich für Dellantonio und ihr Team neue Dimensionen aufgetan: „Durch unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr sind wir nun in der Lage, ein breiteres Spektrum anzubieten – wir haben mit dem Launch von Schaufenster-Online und der Kooperation mit Chilli.cc neben der ohnedies interessanten klassischen „Presse“-Zielgruppe zwei sehr spannende und noch schärfere Zielgruppen im Portfolio.“

oe24-Netzwerk: mit breiter Brust

Martin Gaiger, Geschäftsführer des oe24.at-Netzwerks, geht davon aus, dass „die hohe Effizienz der Online-Werbung und der immense Nachholbedarf der österreichischen Werbewirtschaft im Online-Bereich 2009 ein weiteres Wachstum für Online-Werbung ergeben wird“. Auch für das oe24.at-Netzwerk geht Gaiger von einem Wachstum aus: „2008 konnten wir 34,1 Prozent mehr Werbeumsatz verzeichnen, welcher sich – so viel ist heute mit Sicherheit bereits festzustellen – 2009 nochmals deutlich erhöhen wird. Schon im Jänner lagen wir knapp 30 Prozent über dem Vorjahr, und im Februar sind wir bereits mehr als 50 Prozent im Plus.“
Zurückzuführen sei diese Entwicklung vor allem „auf die nachhaltig gute Performance unserer beiden Top-Reichweitenseiten oe24.at und wetter.at, unsere Diversifikationsstrategie und das Bestreben der Top-Werber, gerade in Krisenzeiten das möglichst effizient einzusetzende Werbebudget auf verlässliche und erfolgreiche Plattformen zu konzentrieren“.
Das Angebot des oe24.at-Netzwerks wurde in den vergangenen Monaten konsequent ausgebaut: „Wir haben alleine in den vergangenen vier Monaten acht weitere Online-Plattformen gelauncht, vom Rezepteportal wirkochen.at über das Immobilienangebot immoads.at bis zur Jobbörse austriajobs.at.“ Weiters wird das inhaltliche Angebot von wetter.at weltweit um weitere 2.000 Destinationen ausgeweitet, dem Online-Reisebüro joe24.at wird ein Relaunch verpasst, oe24.at wird technisch geliftet und „bis zum Frühjahr launchen wir vier neue Online-Plattformen, die mit Sicherheit für Aufmerksamkeit sorgen werden“, gibt sich Gaiger kämpferisch. Was Gaiger besonders freut: „Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren beständig zum größten österreichischen
Medienangebot im Web nach dem ORF entwickelt.“

Salzburg.com: zweistelliges Plus geplant

„Wir sind sehr zufrieden und konnten dem Trend entsprechend um 30 Prozent zulegen“, hat auch Robert Rosin, Leiter Internet & Neue Medien bei den Salzburger Nachrichten/Salzburg.com, am Wirtschaftsjahr 2008 wenig auszusetzen. Und auch heuer hat Rosin nicht vor, über Umsatzeinbußen zu klagen: „Wir hoffen trotz der negativen Konjunkturaussichten im Online-Bereich und gegen den Trend ein zweistelliges Plus gegenüber 2008 einfahren zu können.“ Die inhaltliche Basis für zukünftiges Wachstum wurde bereits im Vorjahr gelegt: „Wir haben sehr erfolgreich eine Salzburg-Community gelauncht und die Website mit einer komplett neuen Suche ausgestattet. Ebenfalls neu wurde der Videobereich gestaltet.“ Auch heuer wollen Rosin und sein Team nicht untätig sein: „Für 2009 planen wir die Rubrikenmärkte mit neuen und verbesserten Features sowie eine mobile und iPhone-optimierte Website und als größeres Projekt die Verortung der Artikel und Userbeiträge.“

Kurier.at: Design wird überarbeitet

„2008 war ein Jahr mit hohen Erwartungen, die sich nicht alle erfüllt haben“, erklärt Petra Schaller, Leitung Sales Kurier.at: „So blieben
die EURO und Peking 2008 (inter-)national hinter den Planwerten.“ Trotzdem konnte „Kurier.at insgesamt die budgetären Erwartungen für 2008 aber übertreffen“. Und das soll auch 2009 so sein: „Wir werden die nochmals deutlich gesteigerten Erlöserwartungen für 2009 durch
kontinuierliche Vergrößerung der Reichweite erreichen.“ Und zwar „mittels optimierter Darbietung der redaktionellen Inhalte und der Anreicherung der Plattform mit neuen Angeboten, Channels und Features“.
Was die Vermarktung anbelangt, will Schaller heuer „ein verstärktes Augenmerk auf Sonderwerbeformen legen, mit denen wir einen hohen Kundennutzen aufgrund gesteigerter Interaktivität und somit Einbeziehung des Users erreichen.“ Was den Webauftritt an sich anbelangt, will Kurier.at-Chef Ronald Schwärzler „das Design überarbeiten und eine modernere, großflächigere Bildsprache, kombiniert mit einer noch intuitiveren Benutzerführung, implementieren“. Mit der klaren Zielsetzung, „die Akzeptanz von Kurier.at weiter zu steigern“.
Schon im Vorjahr wurde das Nachrichten- und Serviceangebot des „Kuriers“ für Handy-Nutzer neu aufgesetzt und inhaltlich erweitert. Schwärzler: „Wir konnten innerhalb von wenigen Monaten die Zugriffe auf unser mobiles Angebot fast verdreifachen.“ Auf der Website selbst bietet Kurier.at seit Dezember mit dem Genuss-Channel ein neues redaktionelles Angebot aus der Welt der Kulinarik mit Rezepten, Restaurantkritiken und Weintipps.“

krone.at / krone.tv: Innovativ und erfolgreich

„2008 war für uns ein Jahr der Innovationen und sehr erfolgreich“, zieht Susanne Obermayer, Geschäftsführerin von Krone Multimedia und damit verantwortlich für das Multimedia-Engagement des Krone Verlages, eine positive Bilanz: „Wir haben in diesem Jahr unsere digitalen Brands mit dem Internet-Fernsehen krone.tv, der Web-2.0-Plattform CookingStars.at und den mobilen Angeboten m.krone.at und krone.tv auf DVB-H erfolgreich gelauncht beziehungsweise weiterentwickelt.“
Vor allem das im Oktober 2007 gestartete krone.tv erweist sich Obermayer zufolge als „der große Senkrechtstarter“. Zahlen und Daten gefällig? „Mit rund 300.000 regelmäßigen Nutzern laut ÖWA ist krone.tv das reichweitenstärkste österreichische Internet-TV. Neben Nachrichten aus Österreich und aller Welt punkten wir dort vor allem mit Exklusivinterviews, die uns besonders gute Quoten bescheren.“
Seit Herbst des Vorjahres ist krone.tv auch für Werbe-Kunden geöffnet: „Diese Platzierungen werden von den Kunden sehr gut angenommen, daher werden wir dieses Angebot auch heuer weiter ausbauen“, erklärt Obermayer. Die Strategie, nicht nur auf ein Online-Medium zu setzen, sondern „unsere digitalen Brands zu forcieren“, habe sich als genau richtig erwiesen. Und auch die Umsatzentwicklung ist äußerst positiv zu sehen. „Die Werbespendings verzeichnen erfreuliche Zuwachsraten“, sagt Obermayer ein Blick in die Auftragsbücher: „Die Prognosen weisen auch für 2009 einen – wenn auch aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage gebremsten – Zuwachs für die Online-Werbung aus.“ Krone Multimedia hat jedenfalls für alle Fälle sein Verkaufsteam ausgebaut. Weiters wurde zu Beginn des Jahres mit m.krone.tv Internet-Fernsehen fürs Mobiltelefon gestartet. Weitere Neuerung: „Die Regionalisierung von krone.at ist mit aktuellen Ausgaben für fünf Bundesländer bereits sehr weit fortgeschritten – bis Sommer wird die Regionalisierung abgeschlossen sein.“

derStandard.at: Spannendes Jahr 2009

Für derStandard.at, den Webpionier unter den Tageszeitungen, ist 2008 laut deren Chefredakteurin Gerlinde Hinterleitner „sehr gut gelaufen“: Die Umsätze sind auf 11,4 Millionen Euro angewachsen, der Gewinn konnte Hinterleitner zufolge um 30 Prozent gesteigert werden. 2008 war aber nicht nur von kommerziellen Höhenflügen geprägt, sondern auch „von der Implementierung eines neuen Redaktionssystems und einer Layoutumstellung.“ Darüber hinaus wurden die Redaktion weiter ausgebaut und multimediale Elemente wie derStandard.at/TV auf der Website eingeführt. Auch für heuer ist so einiges geplant: „2009 werden wir die Suche und unsere Forenapplikation verbessern und erweitern. Im Zentrum bleibt aber auch heuer der Ausbau der redaktionellen Berichterstattung mit einzigartigen Inhalten.“ Bereits zu Jahresende 2008 wurde die Layoutumstellung realisiert, in deren Rahmen „die Werbeflächen pro Seite reduziert wurden, um die Attraktivität der einzelnen Werbeplätze zu erhöhen“. Auf die Frage, wie sich das Werbejahr 2009 darstellt, meint Hinterleitner nur: „Spannend …“

tele.at: Unique Clients kapitalisiert

Auch Hans Metzger, Geschäftsführer„tele“ und tele.at, hat ein erfolgreiches Online-Jahr hinter sich gebracht: „Die Online-Umsätzehaben sich sehr erfreulich entwickelt. tele.at konnte seine mittlerweile 200.000 Unique Clients endlich kapitalisieren.“ Zusatz: „DieZusammenarbeit mit AdLINK funktioniert prächtig.“ Auf der inhaltlichen Ebene war 2008 „die Konzentration auf die Kernkompetenz von„tele“, nämlich die perfekte, aktuelle Übersicht für 100 Sender, das Hauptthema“ für die tele.at-Macher. Außerdem bietet tele.at nun kompetente Hilfestellung bei der Filmauswahl mit tausenden Filmbewertungen. Im laufenden Jahr gibt es laut Metzger ein contentbezogenes Hauptziel: „die Individualisierung der Programminformationen ähnlich iGoogle“. Vermarktungstechnisch bietet Metzger demnächst neben den klassischen Werbeformaten auch „Site-Branding und weitere Sonderwerbeformen“ an. Sorgen muss man sich um den Webauftritt des TV-Programmmagazinsjedenfalls keine machen: „Für tele.at bin ich sehr optimistisch“, betont Metzger: „Allen Prognosen und Vorbuchungen nach wird 2009 wieder ein Superjahr werden!“

ORF.at: 2009 10 bis 15 Prozent Plus

„2008 war nicht ganz so stark wie ursprünglicherwartet“, blickt Petra Höfer, Leitung Marketing & Vermarktung orf.at, auf das Vorjahr zurück, betont aber: „Mit einem Jahreswachstum von plus 23 Prozent zu 2007 sind wir trotzdem zufrieden.“ Muss man wohl auch sein in Zeiten wie diesen, denn 2009 wird orf.at Höfer zufolge nicht mehr ganz so rasant wachsen: „Online-Budgets werden heuer noch kurzfristiger platziert und Einschätzungen sind deswegen heuer besonders schwer zu machen.“ Die Vorzeichen sind positiv: „Der Jänner war bei uns ganz erfreulich. Meine Erwartungen für 2009 liegen zwischen 10 und 15 Prozent Plus.“ An sicht- und spürbaren Veränderungen im ORF.at-Angebot sind für heuer geplant: fm4@orf.at NEU (ist schon realisiert), die weitere Ausweitung des Video-on-Demand-Angebots und die Zusammenfassung aller Video-on-Demand-Angebote des ORF auf einer zentralen Online-Plattform. Bereits im Vorjahr wusste ORF.at mit der Fußball-Challenge 08, starmania@orf.at NEU, futurezone@orf.at NEU sowie umfangreichen und multimedialen Specials zu EURO 08, den Olympischen Spielen Peking und der Nationalratswahl zu beeindrucken. In Sachen Vermarktung wird ORF.at „die Weiterentwicklung im Bereich gestreamter Produkte und mobiler Angebote vorantreiben“.

kleinezeitung.at: Relaunch ante portas

„Mit www.kleinezeitung.at konnten wir im Vergleich zum Vorjahr die Unique Clients im Jahresschnitt um 38 Prozent steigern“, blickt Walter Walzl, Geschäftsführer Kleine Zeitung Digital, auf das vergangene Jahr zurück. Auch einnahmenseitig ist man in Graz mit dem Portal der „Kleinen Zeitung“ im Jahr 2008 zufrieden: „Neben der Steigerung im nationalen Geschäft, freuen wir uns auch über die sehr gute Entwicklung im regionalen Online-Geschäft.“ Auch 2009 sollten sich die Dinge gut entwickeln: „Wir sehen das kommende Jahr als Chance für den Online-Markt, denn im Vergleich zu anderen Medien kann man im Online-Bereich auch mit kleineren Budgets große Wirkung erzielen.“ Zum Beispiel in den regionalisierten Bereichen von kleinezeitung.at: „Mit den 2008 neu gelaunchten 707 Gemeinde- und Bezirksseiten bieten wir unseren Usern Nachrichten und Serviceinhalt für jede steirische und Kärntner Gemeinde beziehungsweise jeden Bezirk.“ Die Pläne für 2009 sind laut Walzl folgende: „Das im vergangenen Jahr stark vergrößerte Videoteam wird für noch mehr multimediale Berichterstattung aus der Region sorgen. Und demnächst ist ein großer Relaunch unserer Seite mit vielen neuen Features geplant. “Parallel zum Relaunch werden übrigens auch „neue Werbeformen im Video-Bereich und großflächige Werbeformate auf der Startseite“ angeboten. Ebenfalls neu sind die Belegungsmöglichkeiten in den Themenfeldern „Magazin Frauen“, „Magazin Männer“ und „Freizeit“.

LAOLA1.at: Tendenz hin zu Neuen Medien

„2008 war für uns ein strategisch sehr wichtiges Jahr“, rekapituliert Karl Wieseneder, Geschäftsführer von laola1.at: „Die wichtigsten Projekte 2008 waren neben unserem Markenwechsel von Sport1.at auf laola1.at sicherlich die EURO 08 im eigenen Land und die Olympischen Sommerspiele in Peking. Das Jahr 2008 war für uns das mit Abstand umsatz- und reichweitenstärkste seit der Unternehmensgründungim Jahr 2001.“ 2009 sieht Wieseneder hingegen „mit gemischten Gefühlen entgegen“. Warum? Wieseneder: „Einerseits lässt sich aufgrund der derzeitigen Wirtschaftslage natürlich eine gewisse Werbe-Depression erkennen. Andererseits erwarten wir uns auch eine Tendenz hin zu Neuen Medien, wie Online oder Mobile, denn nirgendwo sonst ist das eingesetzte Kapital so konkret messbar. Deshalb sehen wir die derzeitige Krise auch als Chance für den effizienten Werbeeinsatz im Online- und Mobile-Bereich.“ 2008 wurden bei laola1.at die Kernprodukte Live-Ticker und Datendienste sowohl inhaltlich als auch technisch erweitert und verbessert. Wieseneder: „Die laufenden Zugriffsrekorde (zuletzt im Jänner 2009) zeigen, dass diese Maßnahmen vom User sehr gut aufgenommen wurden.“ Weitere Zugriffsrekorde sind nicht ausgeschlossen, schließlich konnte laola1.tv einige neue Videorechte wie etwa die Eishockey-Champions-League, Volleyball-Champions-League und zahlreiche Fußball-Freundschaftsspiele exklusiv erwerben und verwerten. Was vielen vielleicht gar nicht so bewusst ist: „laola1.tv verzeichnet Zugriffe aus über 90 Ländern.“ Und Geld soll 2009 natürlich auch in die Kassen gespült werden: „Unser Verkaufsteam wird auch 2009 wieder Trends in der Vermarktung schaffen. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Online-Videos und TV-Spots, wodurch technologische Entwicklungen völlig neue Wege zur Interaktion mit den Kunden beschritten werden können“, kündigt Wieseneder an. Zudem will der Boss von laola1.at auch im Bereich des Mobile Marketings „attraktive Pakete für unsere Kunden“ schnüren.

ATV.at: Bewegtbild als Treiber

„Die Umsätze haben sich langsam, aber kontinuierlich gesteigert. Wir sind mit der Entwicklung zufrieden“, erklärt Klaus Bitschi, Leitung Sonderwerbeformen & Interactive beim TV-Sender ATV. Die Ziele für 2009 sind angesichts des kurz vor dem Relaunch stehenden Internetauftritts hoch gesteckt: „Unsere Pläne sind ambitioniert. Wir denken aber, dass aufgrund der vielfältigen, neuen und attraktiven Werbemöglichkeiten in Verbindung mit attraktiven Bewegtbildinhalten sich 2009 – auch trotz vielbeschworener Krise – durchwegs positiv entwickeln wird, und das hinsichtlich der Umsätze, aber auch was die Zugriffs- und Nutzungszahlen der neuen Site anbelangt.“ Und was soll atv.at demnächst inhaltlich so bieten? Bitschi: „atv.at steht kurz vor dem Relaunch als Video- und Communityportal. ATV.at neu stellt sendereigenes Bewegtbildmaterial und User Generated Content kombiniert dar und bietet vielfältige und teils völlig neuartige Möglichkeiten der Interaktion.“ ATV-Sendungen,-Serien und -Filme werden im Bereich „Fernsehen“ dargestellt, mit Inhalten angereichert (Bonusmaterial, Zusammenfassungen, Behind-the-Scenes-Beiträge) und mit interaktiven Angeboten verknüpft. Der Bereich „Video“ bietet gemischte Inhalte: Die Internetredaktion erstellt dort eigens für die Plattform generierte Clips und zeigt ausgewählten User Generated Content, die in übersichtlichen Kanälen präsentiert werden. Dies – so Bitschi – gewährleiste eine nutzerfreundliche und redaktionell sinnvolle thematische Aufbereitung der Inhalte. „Die dritte Säule ist der Community-Bereich, in dem es attraktive Web-2.0-Features gibt und sich die User untereinander austauschen können“, erläutert Bitschi. Neu sind auf der Website des bundesweiten Privat-TV-Senders auch einige Werbemöglichkeiten: „Man kann hinkünftig nicht nur klassisches Bannering und Online Special Ads wie etwa Sponsorings, Gewinnspiele oder Buttons buchen – ab sofort gibt es auch die Möglichkeit, klassische TV-Spots als Video-Ads auf der Internetplattform zum Einsatz zu bringen. Zusätzlich sind In-Flash-Sonderwerbeformen wie etwa interaktive und dynamische Buttons für E-Commerce-Lösungen und Direct-Response-Kampagnen sowie Inserts und Skinbrandings möglich.“

News Networld: Reichweitenverdoppelung

Für Wolfgang Schwayda, den Verkaufsleiter der News Networld, war „2008 ein sehr gutes Jahr“. Der Grund: „Wir konnten unsere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern und einige neue Kunden gewinnen.“ Auch heuer wird das Online-Angebot der Verlagsgruppe News von der Krise nicht einmal gestreift: „Wir gehen davon aus, dass wir 2009 eine höhere Zuwachsrate als 2008 haben werden.“ Wie Schwayda auf derartige Forecasts kommt, ist schnell erklärt: „Wir werden neben den starken Marken aus der Verlagsgruppe News 2009 weitere Portale vermarkten und unsere Reichweite mehr als verdoppeln.“ Die Hausaufgaben hat man 2008 jedenfalls gemacht: „Im vergangenen Jahr haben wir viele Neuerungen umgesetzt, hervorzuheben wäre unser neues interaktives TV-Programmauf tv-media.at.“ Und auch heuer ist auf der inhaltlichen Ebene wieder so einiges geplant – frei nach der Devise „Stillstand ist Rückschritt“. Schwayda: „2009 werden wir neben dem Ausbau der Printtitel auch die Plattform news.at komplett erneuern. Darüber hinaus sind weitere Themenportale geplant.“

gmx.at: auf dem Niveau von gmx.de

„Gleich bei der ersten Ausweisung im Rahmen der jüngsten ÖWA Plus konnte sich gmx.at als größtes österreichisches Online-Serviceportal und als zweitgrößtes Online-Angebot im österreichischen Internet positionieren“, freut sich Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media AG/gmx.at: „Und auch der wirtschaftliche Erfolg von gmx.at hat unsere ambitionierten Erwartungen deutlich übertroffen. So haben wir nicht nur eine Umsatzsteigerungvon fast 300 Prozent realisieren können, sondern konnten bei wirtschaftlich wichtigen Leistungs-Kennziffern im ersten Jahr bereits annähernd auf dem Niveau von gmx.de liegende Werte erzielen.“ Auch für 2009 macht sich Ehrlich keine Sorgen: „Wir sind mit der Umsatzentwicklung trotz der Schwäche des Werbemarktes sehr zufrieden und erwarten eine Fortsetzung unseres dynamischen Wachstums.“ Auf das heurige Jahr bezogen meint Ehrlich: „Online wird auch in 2009 im Gegensatz zu den klassischen Medien deutlich wachsen. Vor allem die umfängliche Marktanteilsverschiebung hin zu Online wird ungebrochen anhalten beziehungsweise könnte sich beschleunigen und verstärken.“ 2008 stand für gmx.at ganz im Zeichen des Roll-outs: „United Internet bietet mit gmx.at seit März 2008 ein General-Interest-Portalangebot speziell für österreichische Nutzer an. Dieses beinhaltet neben den bekannten GMX Services wie dem beliebten E-Mail-Dienst umfassende lokale Inhalte und Services.“ Heuer soll gmx.at kontinuierlich ausgebaut werden, und auch eine mobile Version ist für 2009 laut Ehrlich geplant. Vermarktungstechnisch entwickelt die United Internet Media AG ihr Angebot in Sachen gmx.at kontinuierlich weiter: „Neben unseren leistungsstarken Werbeformaten, die insbesondere den Trend zu mehr Bewegtbildwerbung nachhaltig unterstützen, bieten wir mit unserem Targetingsystem TGP, das auf Basis von soziodemografischen, Behavioral-, psychografischen sowie Kaufverhaltens- und Mediennutzungsdaten eine sehr präzise Ansprache klassischer Zielgruppentypologien ermöglicht, den Effizienzvorteil der direkten und streuverlustminimierten Zielgruppenansprache.“

Geizhals.at: Geiz ist gerade jetzt geil

Für Geizhals.at haben sich die Umsätze 2008 „unerwartet erfreulich entwickelt, was mit dem abnorm guten vierten Quartal zu tun hatte. An Innovationen hat man sich bei Geizhals.at für das laufende Jahr so einiges ausgedacht: „Verbesserte Suchfunktionen und noch klarere Zuordnungen auf Geizhals.at für Produkte und damit auch für Werbung.“ Und: „Bei den Werbeformen haben wir auch tolle Neuigkeiten – keine Standard-Formate, sondern sehr individuelle Geizhals-spezifische Lösungen, wie beispielsweise das Content Integrated Featured Product.“

Autor: Maximilian Mondel


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