In den ersten neun Monaten 2008 wurde erstmals die Milliarden-Euro-Grenze geknackt
Für Werbung im Internet haben deutsche Firmen in den ersten neun Monaten 2008 erstmals eine Milliarde Euro ausgegeben. Nach Angaben der Nielsen Media Research GmbH stiegen die Bruttowerbeumsätze in dieser Mediengattung verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 37,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Allerdings haben sich die Wachstumsraten über die drei Quartale von 43,6 Prozent und 39,4 Prozent auf 30,1 Prozent abgeschwächt. Ein Ende des Online-Werbebooms sei aufgrund neuer Werbeangebote und Geschäftsmodelle noch lange nicht in Sicht, berichtete Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt.
Stärkste werbungtreibende Branchen im Internet waren demzufolge die Online-Dienstleistungen (192 Millionen Euro) vor Unternehmenswerbung (90 Millionen), Finanzdienstleistungen (75 Millionen) und E-Commerce (55 Millionen). Am deutlichsten verringerten die Handelsorganisationen (minus 28 Millionen Euro) ihre Bruttowerbeinvestitionen im Internet. (dpa)
Frankreich will laut FutureZone mit Milliardeninvestitionen das Land flächendeckend mit Hochgeschwindigkeitsinternet-Zugängen versorgen.
Paris will zudem die Diskussion über das Monopol der vom US-Handelsministerium beaufsichtigten Organisation ICANN für die Verwaltung des weltweiten Datennetzes neu aufrollen. “Das Internet ist jetzt eine lebenswichtige, weltweite Infrastruktur von allgemeinem Interesse und muss als solche behandelt werden”, sagte Staatssekretär Eric Besson am Montag in Paris.
Insgesamt 154 Maßnahmen sollen Frankreich an die Weltspitze der Internet-Nationen führen. Das Projekt wird mit den Straßenbau-Vorhaben der 30er Jahre zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise verglichen.
Zehn Milliarden für Glasfasernetze
Alleine zehn Milliarden Euro will Paris in Glasfasernetze investieren. “Jeder Franzose, wo immer er wohnt, wird ein Anrecht auf Hochgeschwindigkeitsinternet für weniger als 35 Euro haben”, sagte Besson.
Ende 2011 sollen alle Franzosen zudem Zugang zu 18 digitalen, über Antenne empfangbaren TV-Programmen haben. Die Frequenzen des analogen Fernsehens sollen unter anderem für schnelle Internet-Dienste genutzt werden.
Frankreich will dabei eine europäische Abstimmung der Frequenznutzung für industriepolitische Zwecke. Vorbild ist die Förderung des Mobilfunks vor 20 Jahren.
Dieser Artikel ist ein weiterer Beleg dafür: die öst. Besonderheit bzgl. der Vielzahl an mobilen Internetmodems und dem dahingehenden massivem Wettbewerb ist ein einziges Armutszeugnis für die österreichische Infrastrukturpolitik der letzten Jahre.
Youtube mag bereits für 10 Prozent des täglichen Internetverkehrs verantwortlich sein und mehr Zuseher haben, als renommierte TV-Sender, Geld verdient der Betreiber Google kaum damit. Noch scheint nicht der richtige Weg gefunden worden zu sein, die fülle an Inhalten kostendeckend zu monetarisieren.
Best of
Mit der Show Poptub will man nun ein erstes geeignetes Werbefeld für die Marketingambitionen der Industrie schaffen. Die Sendung wird von Embassy Row (Who Wants to Be a Millionaire) produziert und bietet strahlende AnsagerInnen, Interviews, bekannte Youtube-Stars, Promis, Newcomer, allerlei leichtes Amüsement und ein prominentes Peps-Sponsoring.
Geschäft
Poptub verspricht seinen Werbekunden 3 Millionen “Views” bis zum Ende des Jahres. Mehr als 100 Episoden wurden vorbereitet, wovon jeden Tag eine handvoll herauskommen. Die Show wird nicht nur über Youtube ausgestrahlt, sondern auch über das Google Content Network, das Videos an Googles Werbepartner liefert. (zw)
Sloganmaker berichtet über eine anstehende neue iPhone App:
Sekai Camera ist der Name einer zukünftigen iPhone-Applikation von Tonchidot (Japan), die zusätzliche Informationen zum jeweiligen Aufenthaltsort bereithalten soll. Dafür wird die eigene Umgebung durch das Display des iPhones betrachtet, welches eine zusätzliche Schicht an orts- und situationsbezogenen Hinweise anzeigt. Neben bereits aufbereiteten Daten können die Sekai Camera-Nutzer angeblich ihre eigenen Anmerkungen zu den gesehenen Dingen unmittelbar eintragen - dieses Tagging von Orten ist dann für andere Benutzer an derselben Stelle ebenfalls durch den iPhone-Bildschirm ersichtlich.
Leider äußert sich die dahinterstehende Firma Tonchidot momentan weder zu den verwendeten Technologien, noch wurden Details über weitere konkrete Pläne bekannt. Insofern wird man sich überraschen lassen müssen, ob aus diesem zweifellos faszinierenden Konzept letztlich eine reale iPhone-Applikation resultiert.